Anlagen-Kolumne

Bremst Corona das Medizintechnik-Investment aus?

Die Medizintechnik bleibt ein stabiles Anlageumfeld. Allerdings müssen Anleger bestimmte Feinheiten beachtet werden.

Von Hanno Kühn Veröffentlicht: 13.03.2020, 10:01 Uhr

Herzschrittmacher, Herzklappen, Katheter, Knie- und Hüftgelenke – hinter diesen vielen unterschiedlichen Anwendungen verbirgt sich doch am Ende nur ein einziger Sektor: die Medizintechnik. Auch Augenlinsen, Zahnimplantate und der orthopädische Ersatz gehören dazu. Letztere werden zusammengefasst unter dem Begriff Konsumenten-Medizintechnik. Im Gegensatz zur ersten Gruppe besteht hier keine unmittelbare zeitliche Notwendigkeit für eine Anwendung.

Insbesondere in China werden in diesen Tagen wegen der Corona-Epidemie fast alle nicht notwendigen Operationen für unbestimmte Zeit ausgesetzt; lediglich essenziell wichtige chirurgische Eingriffe finden statt. Diese Entscheidung der chinesischen Regierung mag den einen oder anderen Patienten verärgern.

Letztlich dient sie aber einem übergeordneten Ziel: der Eindämmung der Epidemie. Das medizinische Personal soll möglichst vollständig für Corona-Verdachtsfälle und -Patienten zur Verfügung stehen und eine potenzielle Infektion durch Corona unter allen Umständen vermieden werden.

In aller Ruhe abwarten

Für Investoren in diesem speziellen Subsegment der Medizintechnik heißt das zunächst einmal, an der Seitenlinie stehen zu bleiben und in aller Ruhe die ersten Quartalsergebnisse dieser Unternehmen abzuwarten, die Ende April bzw. Anfang Mai veröffentlicht werden. Mutige können natürlich jederzeit einsteigen und die fallenden Kurse für den einen oder anderen Nachkauf nutzen.

Weniger geübte Anleger hingegen sollten auf professionelle Hilfe setzen und/oder stattdessen in einen speziellen Branchenfonds investieren, der die Anlagen und damit potenzielle Risiken breit streut.

Auf mittlere Sicht gilt gleichwohl, dass sich Investitionen in die Konsumenten-Medizintechnik sicherlich rechnen und einträgliche Renditen erzielen dürften.

Dr. Hanno Kühn ist Chief Investment Officer der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

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