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Anlagen-Kolumne

Corona-Impfstoff – ein großer Schritt für die Weltgesundheit

Von weiteren Erfolgen der Impfstoffentwicklung hängt ab, wie schnell die Coronavirus-Pandemie besiegt werden kann. Der Bedarf ist gigantisch.

Von Hanno Kühn Veröffentlicht:

Wieviele Impfdosen wären nötig, um die gesamte Weltbevölkerung – Stand März dieses Jahres 7,77 Milliarden Menschen – gegen SARS-CoV-2 zu impfen? 15,54 Milliarden Dosen!

Eine wahre Mammutaufgabe für die Impfstoffhersteller weltweit. Doch gibt es inzwischen auch erfreuliche Nachrichten: Die ersten Impfstoffkandidaten stehen offenbar kurz davor, von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA eine Notfallzulassung zu erhalten. Mit diesen Erfolgsmeldungen der deutsch-amerikanischen Entwicklungskooperation BioNTech/Pfizer und der amerikanischen Moderna ging ein Aufatmen um die Welt.

Einzelne Unternehmen hätten es schwer

Das Firmenduo Pfizer/BioNTech hat bereits angekündigt, nächstes Jahr um die 1,3 Milliarden Dosen seines Impfstoffs herstellen zu können – das würde rein rechnerisch für 650 Millionen Menschen reichen. Doch die Größenordnung macht auch deutlich: Ein einzelnes Unternehmen hätte es schwer, die weltweit benötigte Menge in der erforderlichen Zeit zu produzieren.

Umso erfreulicher, dass auch weitere Hersteller mit der klinischen Erprobung ihrer Kandidaten in Phase III angelangt sind – darunter Curevac, dessen Impfstoffe ebenfalls auf dem Prinzip der messenger-RNA basiert. Der technologische Ansatz und die Zielstruktur sind also die gleichen; bei allen Herstellern läuft bereits seit Sommer dieses Jahres die Produktion. Vieles spricht also dafür, dass noch mehr positive Nachrichten kommen werden.

Ihr Beitrag wird gewürdigt

Bis das Virus besiegt ist, liegt noch eine längere Wegstrecke vor uns. Doch das Erreichte macht Mut: Eine globale Allianz von Forschern und Entwicklern kann die Mammutaufgabe bewältigen – das stimmt auch für künftige Herausforderungen zuversichtlich.

Gleichzeitig sind die Impfstoffunternehmen nun stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt – ihr Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung wird gewürdigt. Das erfreut nicht zuletzt Anleger, die Vertrauen in diese Unternehmen setzen und ihre innovative Arbeit unterstützen.

Dr. Hanno Kühn ist Chief Investment Officer der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

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