Branchenverband ALM

Corona-Testung: Labor-Auslastung nicht mehr am Limit

Etwas Druck ist raus aus dem Kessel: Die jüngsten Testempfehlungen des RKI zeigten Wirkung, so der Laborverband ALM.

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Berlin. Die Auslastung der bundesweiten Laborkapazitäten, die nach Daten des Branchenverbands ALM in der letzten Oktoberwoche 100 Prozent erreichte, hat sich seither wieder etwas entspannt. In den beiden folgenden Wochen bis Mitte November ging die Auslastung auf zuletzt 81 Prozent zurück, wobei parallel die wöchentliche Testkapazität um acht Prozent (auf 1,57 Millionen PCR-Tests) erhöht werden konnte.

In der akuellen 47. KW liegt die Kapazität mit 1,63 Millionen PCR-Tests nochmal vier Prozent darüber, wie der Verband am Dienstag berichtete. Beliebig weiter steigern ließen sich die Kapazitäten allerdings nicht, heißt es.

Gleichzeitig ist die Kurve der durchgeführten Tests in der ALM-Statistik nach dem Peak in der letzten Oktoberwoche erkennbar abgeflacht und knickt inzwischen sogar nach unten. „Nun zeigen die vom RKI vorgestellten Testkriterien für den Herbst und Winter Wirkung“, heißt es.

Abstrichaufkommen zurückgegangen

Sollte sich der Trend über den Moment hinaus bestätigen, hätten die Labore keinen Grund, die Alarmglocke zu läuten. Gleichwohl warnen sie weiterhin vor blindem Aktionismus. Das leicht zurückgegangene Abstrichaufkommen bedeute „keinesfalls, dass man jetzt wieder breiter und ungezielter testen könne“.

ALM-Vorsitzender Dr. Michael Müller: „Gerade jetzt kommt es darauf an, die Nationale Teststrategie und die Testkriterien des RKI zu verinnerlichen und umzusetzen.“

Die jüngsten Zahlen: In der vorigen, 46. Kalenderwoche haben die 163 an der regelmäßigen ALM-Datenabfrage teilnehmenden Labore knapp 1,27 Millionen PCR-Tests auf SARS-CoV-2 gemacht, 12 Prozent weniger als in der Vorwoche. Die Positivrate erreichte mit 9,2 Prozent (Vorwoche: 8,0 Prozent) den bisher höchsten Wert. (cw)

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