Künstliche Intelligenz

Corona kann KI im Healthcare-Sektor nur wenig anhaben

Im E-Health-Segment sind zu Pandemiezeiten bei den Unternehmen der Branche virtuelle Assistenten, Chatbots und Corona-Warn-Apps besonders nachgefragt. Das ergab eine Marktanalyse.

Veröffentlicht: 01.07.2020, 16:12 Uhr

Berlin. Unternehmen, die beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) führend sind, zeigen sich von der Coronavirus-Pandemie unbeeindruckt: 78 Prozent der KI-Vorreiter unter den Unternehmen führen ihre KI-Initiativen wie vor der Pandemie fort, 21 Prozent haben deren Umsetzung sogar beschleunigt.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „The AI Powered Enterprise: Unlocking the potential of AI at scale“, für die das Beratungsunternehmen Capgemini 950 Unternehmen aus elf Ländern und elf Branchen befragt wurden.

Unter den Unternehmen, die KI noch nicht skalierbar einsetzen, fahren dagegen 43 Prozent ihrer Investitionen zurück und 16 Prozent haben ihre KI-Initiativen eingestellt. In Deutschland haben 44 Prozent der Unternehmen keine Änderungen vorgenommen, acht Prozent die Geschwindigkeit erhöht und 19 Prozent ihre Initiativen aufgrund der unsicheren Lage eingestellt.

KI-basierte Anwendungen der WHO

Beim KI-Einsatz führend ist laut Untersuchung die Life-Science-Industrie – 27 Prozent der Unternehmen nutzen bereits verschiedene Anwendungen erfolgreich. Die Branche investiere 17 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, und im aktuellen Kontext seien virtuelle Assistenten, Chatbots und Corona-Warn-Apps im E-Health-Segment gefragt.

Die Berater verweisen exemplarisch auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die auf KI-basierte Anwendungen setze, um Informationen zur Pandemie zu sammeln und weiterzugeben.

Aufgrund der Corona-Pandemie haben laut Analyse nur 38 Prozent aller Life-Science-Unternehmen ihre Investitionen in KI reduziert oder ganz eingestellt, während dies bei Versicherern (66 Prozent), im Bankensektor (64 Prozent) und den Energieunternehmen (64 Prozent) weitaus häufiger der Fall gewesen sei. (maw)

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