Kommentar

Die E-Card ist noch lange nicht am Ziel

Von Philipp Grätzel von GrätzPhilipp Grätzel von Grätz Veröffentlicht:

Vordergründig betrachtet wird bei der nun wohl tatsächlich anlaufenden Ausgabe von Kartenlesegeräten und eGK zunächst einmal viel Geld ausgegeben, damit die Versicherten am Ende eine Karte in der Hand halten, die das gleiche kann wie die alte Krankenversicherungskarte.

Damit das nicht ein ganzes Selbstverwaltungszeitalter lang so bleibt, müssen sowohl die medizinischen als auch die administrativen Anwendungen der neuen Karte parallel zum Rollout vorangebracht werden.

Zumindest die Gremien der Ärzteschaft sind auch motiviert. Gebremst wurde in den vergangenen Monaten vor allem auf Seiten der Kostenträger.

Schon im Herbst 2010 hielten Krankenkassenvertreter intern Vorträge, in denen seitenweise Gründe für weitere eGK-Verzögerungen aufgeführt wurden. Unter Androhung finanzieller Einbußen hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler den Bremsern das Bremsen dann verleidet.

Aus der Industrie ist zu hören, dass die Krankenkassen nun tatsächlich Karten bestellen. Rösler wird aber wachsam bleiben müssen. Der nächste Schritt mit Konsensbedarf ist die Ausschreibung von zwei Testregionen. Gut möglich, dass hierzu erneut ein Schlichtungsverfahren erforderlich ist.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Neue Kartenleser für die Praxen: Erste Regionen preschen vor

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