Die Stimmung bei Ärzten ist weiter im Keller

NÜRNBERG (di). Die Grundstimmung bei Ärzten in Arztpraxen ist unverändert negativ. Darauf weist der GfK-Ärzteklima-Index hin. Der Pessimismus wirkt sich auf Personalstärke und Investitionen aus.

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Die Stimmung bei vielen niedergelassenen Ärzten ist im Keller.

Die Stimmung bei vielen niedergelassenen Ärzten ist im Keller.

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Nur 15 Prozent der Hausärzte schätzen die wirtschaftliche Situation der eigenen Praxis als gut ein, ein Drittel dagegen als schlecht oder sehr schlecht. Damit hat sich die im zweiten Halbjahr 2008 von der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte Stimmungslage noch einmal verschlechtert. Der aktuelle Wert liegt auf einer Skala von minus bis plus 50 bei minus sieben. Die Zukunftserwartungen erreichen einen Wert von minus 17. Der Pessimismus hat Konsequenzen:

  • Personal: Sieben Prozent der befragten Ärzte haben seit sechs Monaten Personal abgebaut, 80 Prozent haben kein zusätzliches Personal eingestellt. Weitere 13 Prozent meinen, Personal abbauen zu müssen, 90 Prozent wollen nicht aufstocken.
  • Auszubildende: In den kommenden sechs Monaten werden 89 Prozent der Ärzte keinen Auszubildenden einstellen. Sechs Prozent wissen bereits, dass sie ihre Auszubildende nicht übernehmen werden.
  • Investitionen: Die Investitionsneigung ist gerade unter älteren Ärzten gering. 77 Prozent der über 55-Jährigen haben seit sechs Monaten nicht investiert. Investitionsfreudiger zeigten sich Ärzte unter 45 Jahren (57 Prozent von ihnen investierten) und zwischen 45 und 55 (58 Prozent).

Die Unzufriedenheit der Ärzte hatte zuletzt auch der Medizinklima-Index ausgewiesen, der im Frühjahr 2009 auf ein Rekordtief gefallen war. Für den Ärzteklima-Index hat die GfK online 467 Allgemeinmediziner und Internisten in Deutschland befragt.

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