gematik / TI-Anschluss

„Die TI ist sicher“, so KBV-Vorstand Kriedel

Konnektoren sind dazu geeignet, Praxen gegen unberechtigten Zugriff von außen zu schützen. Doch die Verantwortung der Ärzte für den Datenschutz der Praxis bleibt.

Veröffentlicht: 30.04.2019, 09:33 Uhr

BERLIN. Nach Meldungen über angeblich fehlerhaft gelegte Anschlüsse an die Telematikinfrastruktur (TI) hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) nochmals vor falschen Schlussfolgerungen gewarnt. „Bei ordnungsgemäßer Installation dient der Konnektor als Schutz für die Praxis“, wird KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel in einer Mitteilung der KBV zitiert. „Die TI ist sicher“, so Kriedel weiter.

Der KBV-Vorstand appellierte aber auch an die Unternehmen, beim Anschluss der Praxen an die TI immer auch die Sicherheit des gesamten Praxisnetzwerkes im Blick zu haben. „Ich erwarte, dass die Installateure bestens geschult sind und sie die Ärzte und Psychotherapeuten ausführlich und korrekt beraten.“ Hinter dieser Ermahnung stehen Berichte, Servicetechniker könnten bei der Installation von Konnektoren die lokale Firewall der Praxis abgeschaltet haben.

Der gematik sind weiterhin keine verbindlichen Zahlen bekannt, die sich auf Unsicherheiten beim Anschluss von Praxen an die TI durch Dienstleister beziehen, heißt es in einer Mitteilung der Betriebsgesellschaft der TI. Die gematik sei – auch im Austausch mit den Herstellern und anderen Institutionen – um Klärung bemüht, ob es sich um Einzelfälle handelt, die gegebenenfalls lokal und lokalisierbar sind, oder um ein systematisches Problem beim TI-Anschluss einer medizinischen Einrichtung.

Unabhängig davon wolle die gematik auf die Hersteller zugehen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten – etwa über das Fachportal im Internet und unterstützende Materialien – auf weitere Beratung und Information der Dienstleister hinwirken. Sorgen und Berichte Dritter über Unsicherheiten bei TI-Anschlüssen nehme die gematik durchaus ernst. Klar sei aber auch: „Der Konnektor ist nicht das Problem.“ (ger)

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