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Digitalisierung

Digitale Bildung für Praxen zentrales Thema

Fit für die Digitalisierung? Das geschieht am besten, wenn Ärzte das selbst in die Hand nehmen.

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MÜNSTER. Ärzte sollten sich darum kümmern, dass sie selbst sowie ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fit für die digitalen Herausforderungen werden, empfiehlt der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Digitalminister Professor Andreas Pinkwart. „Versuchen Sie, das Thema digitale Bildung und Weiterbildung zu einem zentralen Thema zu machen“, appellierte Pinkwart beim politischen Jahresausklang der Ärztekammer Westfalen-Lippe an sein Publikum.

Viele Jobs und Arbeitsprozesse würden sich durch die Digitalisierung ändern. Darauf muss man die Menschen nach seiner Einschätzung frühzeitig vorbereiten.

Die digitale Bildung sollte aber nicht auf die schulische Ausbildung und den Beruf beschränkt bleiben, sondern alle Altersgruppen umfassen. „Wir müssen eine Teilhabegesellschaft bleiben.“ Auch ältere Menschen müssten die Chancen der Digitalisierung im Bereich Gesundheit nutzen können.

Die Digitalisierung trage in vielen Feldern zur Vereinfachung des Lebens bei, und deshalb erwarte die Gesellschaft auch, dass sich in diesem Bereich etwas bewegt, sagte der Minister.

Dass auch im Gesundheitswesen Handlungsbedarf besteht, steht für ihn außer Frage. Silvester 2017/18 sei er mit einem Verwandten im Krankenhaus gewesen. Dort hätten sie an fünf Stellen immer wieder dieselben Angaben machen müssen. Das Ganze sei jeweils schriftlich festgehalten worden, berichtete Pinkwart. „Da fragt man sich: Kann das noch zeitgemäß sein?“

Ein entscheidender Faktor ist für ihn, dass die Datenhoheit immer bei den Bürgern respektive Patienten bleibt. Hier sieht er Estland als Vorbild. Der Staat hat dort einen umfassenden Einblick in die Daten seiner Bürger inklusive der Gesundheitsdaten. Die Bürger können aber jederzeit einsehen, welche Daten vorliegen und wer wann auf sie zugreift.

„Ich finde, das ist ein transparentes, wirksames System.“ Wenn klar ist, dass der Bürger/Patient die Datensouveränität hat, werde sich das Verhältnis von Bürger und Staat sowie Patient und Arzt verändern, erwartet Pinkwart. (iss)

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