E-Card: Kassen sind in einer "Zwickmühle"

NEU-ISENBURG (ger). Der E-Health- Konzern InterComponentWare (ICW) sieht die weitere Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sehr pessimistisch. Vor allem, weil bald neue Standards für die Verschlüsselungstechnik gelten - ein Problem für die Kassen.

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Zwar gebe es jetzt die im Gesetz festgeschriebene Verpflichtung zum Online-Abgleich der Stammdaten über die Praxis, dennoch zögerten die Kassen weiter, die Karten an ihre Versicherten zu bringen, sagte ICW-Vorstand Jörg Stadler im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Der Grund sei eine "technische Zwickmühle": Der derzeit verfügbare Kartentyp (Typ I) habe eine Verschlüsselungstechnik im Chip, die bald durch eine modernere ersetzt werde, so Stadler. Typ I dürfe daher nur noch bis Ende 2012 ausgegeben werden, wenn die Kriterien des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik berücksichtigt werden sollten. Das Bundesgesundheitsministerium nannte als Frist hingegen das Jahr 2015. Danach müssten bis dahin ausgegebene eGK und Heilberufeausweise ausgetauscht werden. Die Hersteller hätten aber viele Millionen in den Typ I investiert.

Die Diskussion über die eGK habe mittlerweile "Satire-Charakter", sagte Stadler. Seit 2003 stehe die Rahmenarchitektur, aber die Einführung sei eine unendliche Geschichte. Der Einsatz des Konnektors in Baden-Württemberg sei dagegen eine echte Erfolgsgeschichte. Über den Konnektor liefen seit zwei Jahren Online-Abrechnungen. Stadler: "Das funktioniert richtig gut." Es gebe einfach Bedarf an einer sicheren Vernetzung im Gesundheitswesen.

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