E-Card-Rollout hängt noch an der Finanzierung

BERLIN/HERFORD (ava/ger/reh). Dass sich die Spitzenverbände der Selbstverwaltung nun in Sachen elektronische Gesundheitskarte (eGK) grundsätzlich geeinigt haben, bringt die eGK nur bedingt voran. Denn die Frage der Finanzierung steht noch aus.

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"Das Ministerium hat die Partner in der Betreibergesellschaft von einem gemeinsamen Vorgehen überzeugt", so die Aussage von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) gegenüber der WAZ-Mediengruppe. Damit habe die Betreibergesellschaft das weitere Vorgehen in der Hand.

Doch wie es mit dem Basis-Rollout der Karten - also der Ausgabe der eGK an die Patienten, zunächst ausschließlich mit Funktionen der Krankenversichertenkarte - weitergehen soll, der im vergangenen Jahr in Nordrhein begonnen hat, bleibt trotzdem weiter ungewiss. Voraussetzung dafür wäre eine Einigung zwischen den Krankenkassen und der KBV über einen Zuschuss an Vertragsärzte zunächst für die Anschaffung der neuen Kartenlesegeräte. "Wir haben immer wieder Gesprächsangebote gemacht, aber im Augenblick blockieren die Krankenkassen da ein Weiterkommen", hat Dr. Roland Stahl, Pressesprecher der KBV, der "Ärzte Zeitung" gesagt.

Vom GKV-Spitzenverband ist unterdessen nur zu hören, dass die Verhandlungen auf allen Ebenen noch laufen. Wann genau man sich mit der KBV einigen wolle, dazu gibt es keine Infos. Und in Sachen Online-Anbindung hoffen die Kassen darauf, dass das Bundesgesundheitsministerium "eine Entscheidung trifft, die für alle tragbar ist".

Die deutsche Sektion von IPPNW (Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) hat unterdessen an die Delegierten des Ärztetages in Dresden appelliert, die weitere Mitarbeit an dem Projekt eGK zu verweigern. "Inbesondere wenden wir uns entschieden gegen die Absicht, die Ärzte gesetzlich zur Online-Übermittlung der Daten zu verpflichten," heißt es in einer dazu verabschiedeten Resolution.

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