Wendung

Eckernförder Geburtshilfe vorerst gerettet

ECKERNFÖRDE (di). Überraschende Wende für die Eckernförder Geburtshilfe: Die angekündigte Schließung wird zurück genommen. Nun sollen Honorarärzte helfen.

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"Damit ist die wohnortnahe und anerkannt gute Versorgung der schwangeren Frauen in der Region auch künftig gewährleistet". Dieses Fazit ziehen Kassenärztliche Vereinigung und Kostenträger nach der Entscheidung des Klinikträgers imland, die Station zunächst mit Honorarärzten zu besetzen.

Für Jubel ist es allerdings noch zu früh - denn wie der Betrieb dauerhaft sichergestellt werden kann, ist auch weiterhin offen. Nachdem die Klinik zunächst Ärzte suchte, fehlt nun das genehmigte Konzept.

Zur Erinnerung: Nach zweijähriger erfolgloser Suche nach Gynäkologen hatte die Klinikleitung entschieden, die Abteilung trotz einer schwarzen Null zu schließen. Dies hatte zu massiven Protesten in der Bevölkerung der Region geführt.

Klinikträger bemühen das Gericht

Nachdem das Problem landesweit publik wurde, haben sich zwar weitere Ärzte für eine Belegtätigkeit in Eckernförde gefunden.

Allerdings lehnen die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen deren Anträge auf Belegarzttätigkeit ab, weil nach ihrer Auffassung der Einsatz in Eckernförde dem eines Bereitschaftsarztes entspricht.

Diese Ablehnung will der Klinikträger nicht akzeptieren und gegen die Entscheidung gerichtlich vorgehen.

"Die imland-Klinik wird ein gemeinsames Klageverfahren mit den Ärzten gegen die Nichtzulassung als Belegarzt vorbereiten und führen", teilte der Träger mit.

Bei der Interimslösung werden zwei niedergelassene Gynäkologen aus Flensburg und Glücksburg als Honorarärzte in Eckernförde tätig und Bereitschaftsdienste in der Klinik übernehmen.

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