Die Pipeline von Wyeth

Ein Impfstoffspezialist

Wyeth forscht mit einem Budget von mehr als drei Milliarden US-Dollar. Vor allem die Erforschung neuer Impfstoffe macht Wyeth für Pfizer attraktiv. Interessant sind auch potenzielle Therapien gegen Alzheimer.

Veröffentlicht:

Am weitesten fortgeschritten unter den Alzheimer-Projekten in der Wyeth-Pipeline ist Bapineuzumab. Der humanisierte monoklonale Antikörper wird gemeinsam mit Elan entwickelt. In einer Phase-II-Studie zeigten sich signifikante Vorteile in bedeutenden Subgruppen. Bapineuzumab bindet Beta-Amyloid, den wichtigsten Bestandteil der Plaques, die sich im Gehirn von Alzheimer-Patienten bilden.

Die Impfstoffsparte von Wyeth arbeitet an einer Weiterentwicklung von Prevenar®, der umsatzstärksten Vakzine und der ersten Pneumokokken-Impfung für Kinder. Die neue 13-valente Vakzine deckt im Vergleich zu Prevenar® sechs weitere Serotypen ab. Gegen invasive Pneumokokken-Erkrankung bei Kindern wurde der Zulassungsantrag in der EU im Dezember 2008 gestellt.

Beispiele für weitere Kandidaten in der auch für Pfizer so wichtigen Indikation Krebs:

  • Torisel® (Temsirolimus). Der Wirkstoff ist bereits bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen. In der EU wurde der Antrag für die neue Indikation Mantelzell-Lymphom gestellt.
  • Bosutinib (oral) für Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie. Der Wirkstoff hemmt ein CML-spezifisches Enzym.

Den Rückwärtsgang legte Wyeth bei Desvenlafaxin ein. Das Antidepressivum war vorgesehen als Nachfolger für das in Deutschland mit Generikakonkurrenz konfrontierten Trevilor® (Venlafaxin). Nach Diskussionen mit der EMEA hat Wyeth den EU-Zulassungsantrag zurückgezogen - als "Teil seiner globalen Zulassungsstrategie", wie es hieß. In den USA und anderen Ländern ist Desvenlafaxin dagegen im Markt. (art)

Lesen Sie dazu auch: Substanzerhalt statt Höhenflug Ein neuer Riese auch in Deutschland Was Sie über die Fusion wissen sollten Pfizer: Gewappnet für die Zukunft Die Pipeline von Pfizer: Keiner investiert mehr Geld Wyeth: Schon früh auf Biotech gesetzt

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Olaf Scholz ist von der Entscheidung Bayerns, die 2G-Plus-Regel in der Gastronomie nicht umzusetzen, etwas angefressen.

© dpa

Update

Bund-Länder-Beschluss

Lauterbach muss jetzt nationale Teststrategie überarbeiten