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Statistisches Bundesamt

Erlösdynamik: Apotheken in einer Dekade mehrfach stärker als Einzelhandel insgesamt

Apotheken in frequenzschwachen und ländlichen Lagen müssen kämpfen. Aufs Ganze gesehen kann sich die Branche jedoch keineswegs über ausbleibende Nachfrage beklagen.

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Wiesbaden. Im Zehnjahreszeitraum von 2013 bis 2023 ist der Branchenumsatz der öffentlichen Apotheken real (zu Preisen des Basisjahres) um 34 Prozent gestiegen. „Und damit deutlich stärker als der Umsatz im stationären Einzelhandel insgesamt“, dessen Verkäufe im selben Zeitraum real lediglich um 9,1 Prozent zugelegt haben, wie das Statistische Bundesamt am heutigen Freitag berichtet.

Besonders stark zogen die Apothekenerlöse zuletzt während der Pandemiejahre 2020 und 2021 an, heißt es weiter, nämlich um 7,0 und 7,8 Prozent. „Im Gegensatz zu den meisten Einzelhandelsunternehmen waren Apotheken zu keinem Zeitpunkt während der Pandemie von coronabedingten Schließungen betroffen.“

4.819 Einwohner je Offizinbetrieb

2023 beschäftigten die öffentlichen Apotheken den amtlichen Angaben zufolge 214.000 Personen, davon knapp ein Drittel (27,9 Prozent) approbierte Apothekerinnen und Apotheker. Im republikweiten Schnitt kamen im jüngsten Berichtsjahr auf einen Offizinbetrieb 4.819 Einwohner; zehn Jahre zuvor waren es noch 3.908.

Im Ländervergleich ist aktuell die Apothekendichte im Saarland am höchsten (3.781 Einwohner je Betrieb), im Stadtstaat Bremen am niedrigsten (5.321 Einwohner je Betrieb). Dicht am Durchschnitt rangieren etwa Bayern, NRW, Niedersachsen und Hessen. Nach Zahlen des Branchendachverbands ABDA gab es im vergangenen Jahr bundesweit 17.571 Apotheken, davon 12.950 Hauptapotheken und 4.621 Filialbetriebe. (cw)

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