Versäumnisse bei der Behandlung?

Ermittlungen gegen Verantwortliche des Klinikums Wilhelmshaven

Behörden in Niedersachsen ermitteln gegen sechs Verantwortliche des Klinikums Wilhelmshaven. Es geht um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung in fünf Fällen und Körperverletzung in 13 Fällen. Auslöser sind zwei anonyme Strafanzeigen.

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Wilhelmshaven. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen sechs Verantwortliche des Klinikums Wilhelmshaven. Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Tötung in bislang fünf Fällen und der fahrlässigen Körperverletzung in bislang 13 Fällen, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag in Oldenburg. Auslöser für die Ermittlungen seien zwei anonyme Strafanzeigen.

Es werde geprüft, ob möglicherweise Versäumnisse bei der medizinischen Behandlung und der Pflege von Patientinnen und Patienten in den beschriebenen Fällen vorlagen. Zunächst hatte der NDR berichtet. Das Klinikum wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern, kündigte aber eine Stellungnahme einer Kanzlei im Laufe des Tages an.

Beweismittel sichergestellt

Vor zwei Wochen seien im Klinikum Wilhelmshaven Räumlichkeiten durchsucht worden. Dabei seien Beweismittel gesichert worden, darunter Daten, Datenträger und medizinische Unterlagen. Die Maßnahmen seien in enger Abstimmung mit der Krankenhausaufsicht des niedersächsischen Gesundheitsministeriums erfolgt. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, die Aufklärung der Vorwürfe werde „nach Kräften“ unterstützt.

Zu weiteren Details und Hintergründen der Ermittlungen machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine weiteren Angaben. (dpa)

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