„Kinderwunsch-Tee“

Gericht verbietet Bezeichnung

Veröffentlicht: 18.09.2019, 18:03 Uhr

KÖLN. Ein Tee darf nur dann als „Kinderwunsch-Tee“ verkauft werden, wenn er sich nachweislich förderlich auf die Empfängnis auswirkt, hat das Oberlandesgericht Köln (OLG) entschieden (Az.: 6 U 181/18). Es gab damit der Klage eines Wettbewerbsverbandes gegen einen Hersteller statt.

Der hatte einen Tee als „Kinderwunsch-Tee“ vertrieben und beworben: „Lemongras wirkt entspannend auf den Körper und baut Stress ab, sodass man sich ganz auf die Schwangerschaft einlassen kann.“

Wie schon das Landgericht hat nun auch das OLG diese Werbung untersagt. Sie sei so zu verstehen, dass der Tee Probleme, die einer Empfängnis im Wege stehen, zumindest lindern könne. Es handele sich daher um „gesundheitsbezogene Angaben“. Diese seien bei Lebensmitteln nur erlaubt, wenn sie sich „auf allgemein anerkannte wissenschaftliche Nachweise stützen“.

Solche habe der Hersteller aber nicht vorlegen können. Allein entsprechende Behauptungen oder wissenschaftlich nicht belegte Indikationen reichten nicht aus, betonten die Kölner Richter. (mwo)

Mehr zum Thema

Lebensmittelkennzeichnung

Vitamine nicht vor Fett und Zucker

MH Hannover / Urteil

Hochschule muss mehr Medizinstudienplätze anbieten

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
So verschenken Ärzte bei Privatpatienten kein Geld mehr

Tipps für die Abrechnung

So verschenken Ärzte bei Privatpatienten kein Geld mehr

Vom Kälberpankreas-Extrakt zum „smarten“ Hormon

Die Geschichte des Insulins

Vom Kälberpankreas-Extrakt zum „smarten“ Hormon

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden