Gesundheit - das starke Rückgrat der Wirtschaft

Daniel Bahr sieht auf der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft viel Export-Potenzial für deutsche Lösungen.

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ROSTOCK (di). Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen im Rennen um das Gesundheitsland Nummer eins unter den deutschen Ländern eingeräumt.

Als Standortvorteile bezeichnete Bahr am Mittwoch auf der achten Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock die beiden Medizinfakultäten im Land und die enge Verbindung zum Tourismus.

Zugleich betonte Bahr auch die Chance, die mit den im Nordosten schon frühzeitig erkennbaren drohenden Versorgungsproblemen zusammenhängt: "Sie betrifft die demografische Entwicklung früher und Sie können beweisen, wie es besser geht", sagte Bahr an die Adresse der Akteure an der Ostsee.

Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf Schwester Agnes: "Ich habe nichts gegen Schwester Agnes, wir brauchen eine gute Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften und Ärzten durch Delegation und Substitution."

Einseitige Konzepte ohne Einbeziehung der Ärzte lehnte Bahr aber ab: "Ärzte dürfen nicht das Gefühl haben, dass ihre Arbeit übernommen werden soll. Auch Ärzte brauchen Wertschätzung", so Bahr in Rostock.

Anständig verdienen

Bei der Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland insgesamt verspricht sich Bahr weitere Impulse durch Nachfrage aus dem Ausland.

Gute Exportchancen sieht der Minister unter anderem für medizintechnische Produkte, aber auch für das deutsche Know-how im Klinikmanagement und für die Organisation von Krankenversicherungen.

Zugleich warb Bahr für die Arbeit im Gesundheitswesen: "Wo sonst können Sie so sicher sein, dass Ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt?"

Um die Arbeitsplätze im Gesundheitswesen attraktiv zu gestalten, sind nach seiner Auffassung verlässliche Rahmenbedingungen für die Beschäftigten unerlässlich.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) warb für angemessene Gehälter in der Branche: "Wer im Gesundheitswesen arbeitet, muss auch anständig verdienen."

Und er forderte, neben den wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Versorgung im Blick zu behalten: "Es kann nicht sein, dass wir tolle Erfolge in der Gesundheitswirtschaft feiern, und die Mecklenburg-Vorpommern haben nichts davon in der Versorgung."

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