Kommentar zum Modellvorhaben Physiotherapie

Geteilte Verantwortung

Von Raimund Schmid Veröffentlicht: 09.12.2014, 09:39 Uhr

Die Physiotherapeuten machen mobil. Längst trifft das nicht mehr nur für ihre Patienten zu. Mit ihrem Modellvorhaben möchten sie nun auch die Politik mobilisieren, ihnen mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Heilmittelbehandlung einzuräumen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass dies wohl zum Nutzen aller ist. Für den Physiotherapeuten selbst, weil er autonomer arbeiten kann. Für den Patienten, weil er flexibler behandelt werden kann. Und für den Arzt, weil er nicht mehr allein die Verantwortung trägt und zudem keine Budgetüberschreitung mehr fürchten muss.

Auch in anderen Ländern werden ähnliche Erfahrungen gemacht. Allerdings besteht dort zumeist ein Direktzugang zum Physiotherapeuten, der hierzulande von der Berufsgruppe ebenfalls angestrebt wird. Direkt übertragbar ist dies allerdings nicht, da die Physiotherapeuten in anderen Ländern zum erheblichen Teil akademisch ausgebildet sind.

In diesem Bereich besteht hierzulande noch großer Nachholbedarf. Und beim Direktzugang müssten die Heilmittelerbringer auch die Budgetverantwortung mit Berichtspflicht zum Hausarzt übernehmen. Dies wäre dann auch ein triftiger Grund mehr, die Lotsenfunktion des Hausarztes hierzulande weiter zu stärken.

Lesen Sie dazu auch: Modellprojekt Physiotherapie: Regressgefahr für teilnehmende Ärzte?

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