Kommentar

Gewinn für Betriebe und Jugendliche

Von Angela MisslbeckAngela Misslbeck Veröffentlicht:

In der Pflege bleibt der Nachwuchs weg. Doch nicht nur in der Pflege. Rund 75 000 Ausbildungsplätze sind 2011 unbesetzt geblieben, schätzt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK).

Das Problem hat zwei Seiten: Die Zahl der Schulabgänger sinkt von Jahr zu Jahr, und von den wenigen sind immer mehr für den Einstieg ins Berufsleben nicht ausreichend vorbereitet. Inzwischen sucht die Wirtschaft händeringend nach Auszubildenden.

Laut DIHK-Chef Martin Wansleben senken die Betriebe ihre Anforderungen und vergeben auch an solche Jugendliche Ausbildungsplätze, die sie noch gar nicht für berufsreif halten. So kann es nicht weitergehen. Das ist allen klar.

Die Arbeitsagenturen steuern mit Berufsvorbereitungskursen gegen. Die Betriebe haben Einstiegsqualifizierungen geschaffen. Auf lokaler Ebene gehen jetzt drei große Unternehmen in Berlin das Problem an, darunter der Klinikkonzern Vivantes.

Sie haben sich mit Schulen aus einem Problembezirk vernetzt, um Schüler früh auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Das ist eine doppelte Chance, die Betrieben und Jugendlichen gleichermaßen helfen kann. Und es ist eine Chance für einen oft geschmähten Beruf wie die Pflege.

Lesen Sie dazu auch: Vivantes will Nachwuchs früh an sich binden

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Pandemiebedingt sind in den ersten neun Monaten die Arzthonorare bei den 102 Kassen nur um knapp 1,8 Prozent gestiegen. GKV-weit nahmen die Leistungsausgaben inklusive Verwaltungskosten um rund 4,8 Prozent zu.

© Stockfotos-MG / stock.adobe.com

Kassenfinanzen

Kassen bunkern noch 13,6 Milliarden Euro