Kommentar

Google behält den Überblick

Von Dr. Christine Starostzik Veröffentlicht:

Verknappung erhöht die Spannung und fördert den Konsum. Am 15. April bot Google für einen begrenzten Zeitraum die Datenbrille "Glass" im Vorverkauf an. US-Bürger hatten die Möglichkeit, die Brille für 1500 Dollar zu bestellen.

Diesen frühen Vögeln weit voraus waren allerdings neben der New Yorker Polizei und anderen auch einige amerikanische Kinderchirurgen. Sie haben die Google-Brille schon seit Februar letzten Jahres im OP getestet.

Nicht wenige waren begeistert, insgesamt wurde die drahtlose Onlinequelle für potenziell nützlich befunden, wenn auch mit etlichen spezifischen Verbesserungsvorschlägen. Einer der wichtigsten Punkte auf der Bedenkenseite war die Sicherheit der Patientendaten, die auf einem Server landen, von dem niemand weiß, wer sich da sonst noch tummelt.

Abgesehen davon - falls sich "Glass", wie zu befürchten, seuchenartig ausbreitet, werden wir alle bald mehr in der Öffentlichkeit stehen, als dies vielleicht dem einen oder anderen lieb ist. Denn schon die Basisausrüstung mit Kamera- und Fotofunktion sorgt dafür, dass vor unbemerkter Dokumentation nichts und niemand mehr sicher ist.

Persönlichkeits- und Urheberrechte werden dann Lachnummern von gestern sein. In den USA haben die ersten Bars bereits ein Google-Glass-Verbot erlassen.

Lesen Sie dazu auch: Erfahrungsbericht: Operieren mit der Google-Brille

Mehr zum Thema

Weiterbildung

KBV: Mehr Flexibilität bei Ultraschall-Kursen

Kommentar

MDR: Berliner Neustart dringend erforderlich

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Nach erfolgreicher Sondierungswoche (v.l.n.r): Robert Habeck und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner am Freitag in Berlin.

© Kay Nietfeld/picture alliance

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit

Impfausweis mit Comirnaty-Eintrag: Welcher ist immunogener – der Corona-Impfstoff von BioNTech oder der von Moderna?

© Olga / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Hohe Viruslasten auch bei Kindern möglich