Charité

Großbaustelle läuft nach Plan

Eine öffentliche Großbaustelle ohne Kostenexplosion? Im Fall der Charité in Berlin könnte es tatsächlich klappen.

Veröffentlicht: 15.07.2014, 13:46 Uhr

BERLIN.Die Charité liegt mit ihrer Großbaustelle am Campus Mitte im Zeit- und Kostenplan. Das teilte die Uniklinik am Dienstag in ihrem Infocenter Bau mit.

Die Gründungsarbeiten des Neubaus für Operationssäle und Intensivmedizin stünden kurz vor dem Abschluss. Sie verlaufen den Angaben zufolge problemlos. Damit ist eines der beiden großen Baurisiken fast abgehakt. Böse Überraschungen am Baugrund, etwa Bombenfunde, blieben aus.

Das Risiko, dass bei der Sanierung des markanten Hochhauses von Europas größter Uniklinik andere Probleme auftreten, besteht aber weiterhin. Der Bau ist schadstoffbelastet mit KMF-Fasern aus Glasmineralwolle und Asbest-Dichtungen. Die bisherigen Schadstoff-Funde bewegen sich aber noch im Rahmen der Erwartungen.

"Sicherheit werden wir Ende August haben", kündigte Charité-Bauleiter Christian Kilz an. Für den Fall der Fälle hat die Charité Rückstellungen in unbenannter Höhe gebildet.

Am Hochhaus haben der Rückbau der Fassade und die Entkernung von oben nach unten begonnen. Die drei mal sechs Meter großen Platten werden von zwei 125 Meter hohen Kränen im Ganzen nach unten transportiert - derzeit die höchsten Kräne in Berlin.

Für September ist die Grundsteinlegung des OP-Neubaus geplant. Die neue Hochhaus-Fassade aus Aluminium soll ab November von oben nach unten angebracht werden. Bezugsfertig soll der 202,5 Millionen Euro teure Bau Ende 2016 sein.

Bis dahin sind die Patienten am Charité-Standort Mitte in der aus Containern errichteten sogenannten Campusklinik untergebracht. Sie sei "erstaunlich gut angenommen worden", sagte der Ärztliche Direktor der Charité Professor Ulrich Frei. Die Op-Zahlen seien in diesem Jahr verglichen mit 2013 wieder gestiegen.

Zu den umfangreichen Modernisierungsarbeiten an der Charité gibt es nach Auffassung von Charité-Chef Professor Karl Max Einhäupl keine Alternative. "Wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen wir diese Arbeiten jetzt durchführen", sagte er.

Auch am Campus Benjamin Franklin seien Baumaßnahmen in großem Umfang nötig. Der dortige Klinikbau stammt aus den 60er Jahren. Aufzüge und Stromversorgung sind 50 Jahre alt. (ami)

Mehr zum Thema

Marburger Bund

Mehr Personal im ÖGD für Corona-Testungen nötig

Selbstverwaltung

GBA verlängert Sonderregeln bis 30. Juni

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

Exklusiv Nikotinsucht

Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Virtueller ASCO

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden