Wissenschaftsrat

Gute Prognose für Unimedizin Mainz

Der Wissenschaftsrat empfiehlt der Unimedizin Mainz eine stärkere Förderung der translationalen Forschung.

Veröffentlicht: 20.07.2017, 13:15 Uhr

KÖLN/MAINZ. Die finanziellen Anstrengungen des Landes Rheinland-Pfalz, die Universitätsmedizin Mainz zu unterstützen, begrüßt der Wissenschaftsrat (WR) explizit.

Wie aus einer aktuellen Stellungnahme des zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, hervorgeht, empfiehlt der WR allerdings dringend, die mittelfristige finanzielle Planungssicherheit durch Ziel- und Leistungsvereinbarungen zu erhöhen und mehr Mittel für Investitionen, Digitalisierung in Lehre und Krankenversorgung, IT-Sicherheit, und für die Verstetigung der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz über das Jahr 2018 hinaus bereitzustellen.

Des Weiteren sollte das Land eine Übernahme der Bestandsschulden der Universitätsmedizin prüfen, so der WR.

Drei Forschungsschwerpunkte – Immuntherapie, Translationale Neurowissenschaften, Translationale Vaskuläre Biologie sowie der Potenzialbereich BiomaTiCS – sind in den Augen des WR in den vergangenen Jahren in Mainz erfolgreich weiterentwickelt worden.

"Um ein Drittel erhöhten Drittmitteleinwerbungen"

"Die positive Entwicklung in der Forschung zeigt sich insbesondere in den um ein Drittel erhöhten Drittmitteleinwerbungen, der Etablierung einer Standortmitgliedschaft in zwei Zentren für Gesundheitsforschung, in der Einrichtung eines Helmholtz-Instituts (HI-TRON), der Einwerbung mehrerer Verbundförderinstrumente sowie von zwei Forschungsbauten", fasst die WR-Vorsitzende Professor Martina Brockmeier die Erfolge zusammen.

Künftig sollten die translationale Forschung, das heißt der Transfer von Forschungsergebnissen aus dem Labor in die breite medizinische Forschung, und Klinische Studien (Investigator Initiated Trials) noch stärker gefördert und die Verbindung zwischen den Forschungsschwerpunkten und der Krankenversorgung gestärkt werden.

Zudem mahnt der WR, die geplante Übernahme des Diakoniekrankenhauses in Ingelheim aktiv zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit wie zur Profilschärfung zu nutzen. (maw)

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