"Hart, aber fair": Die Landärzte profitieren stärker

Bei "Hart, aber fair" standen am Mittwochabend ganz die Ärzte im Vordergrund. Und Gesundheitsminister Daniel Bahr versprach den Landärzten 300 Millionen Euro zusätzlich. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach konterte, dies mache nur 40 Euro aus. Doch da hat er sich wohl verrechnet.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG (ger). Diese Rechnung des Gesundheitspolitikers Professor Karl Lauterbach (SPD) bei "Hart, aber fair" ging nicht auf: Bei 300 Millionen Euro Förderung für Landärzte pro Jahr blieben den 30.000 Profiteuren am Ende nur gut 40 Euro netto im Monat, hatte Lauterbach nach der Aussage von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr flugs ausgerechnet.

Doch er hat sich um den Faktor zehn verrechnet - mindestens. Darauf hat Landarzt Dr. Carl-G. Fuchs aus Bodenwerder die "Ärzte Zeitung" hingewiesen, und auch im "Faktencheck" zur Sendung ist dieser Fehler aufgedeckt worden.

Mit etwa 830 Euro brutto würden die Landärzte im Monat von der Förderung, wie sie im GKV-Versorgungsstrukturgesetz vorgesehen ist, profitieren, heißt es jetzt - also 10.000 Euro pro Arzt und Jahr.

Zweiter Fehler nach Ansicht von Landarzt Fuchs: "Fast kein Landarzt zahlt den Höchststeuersatz!" Damit wäre auch die Rechnung des Politikers von brutto zu netto schon falsch gewesen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?