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Förderung

Heidelberg bekommt ultramodernes Herzzentrum

Die Dietmar Hopp Stiftung steckt 100 Millionen Euro in die Herzmedizin Heidelberg – eine Rekordsumme.

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HEIDELBERG. Dietmar Hopp, Mitgründer der Walldorfer IT-Schmiede SAP, hat sich besonders der Förderung der Rhein-Neckar-Region verschrieben.

So wundert es nicht, dass die Dietmar Hopp Stiftung den Neubau eines interdisziplinären Herzzentrums an der Uniklinik Heidelberg mit 100 Millionen Euro fördert – der nach eigenen Angaben größten einzelnen Spendensumme, die die Stiftung je getätigt hat.

„Ich bin selbst Patient in der Herzklinik und sehe, wie viel ihrer kostbaren Zeit Pflegekräfte und Ärzte für bürokratische Aufgaben im Klinikalltag aufwenden. Meine Stiftung unterstützt seit ihrer Gründung Spitzenmedizin“, erläuterte Hopp bei einer Pressekonferenz in Heidelberg seine Motivation, das Projekt massiv zu fördern.

Die Spenden stammen seinen Angaben zufolge mehrheitlich aus Dividendenzahlungen von SAP-Aktien. Als Software-Entwickler unterstütze er die Idee des digitalen Krankenhauses, um Ärzte und Pflegekräfte von administrativen Aufgaben zu entlasten.

Die Spende seiner Stiftung solle „die Spitzenherzmedizin in Heidelberg stärken und mit dem Neubau alle Möglichkeiten für eine digital-unterstützte Patientenversorgung und Forschung eröffnen“, ergänzte er.

Kosten von 200 Millionen Euro

„Neue Forschungsergebnisse aus Heidelberg werden herzkranken Menschen weltweit helfen“, kommentierte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) anlässlich der Pressekonferenz.

Moderne Herzmedizin sei interdisziplinär, wie die Uniklinik betont. Diesem bereits gelebten Anspruch wollen die Heidelberger nun auch räumlich gerecht werden: Von 2020 an soll auf dem Gelände der ehemaligen, nicht mehr genutzten Kinderklinik ein zukunftsweisendes Zentrum entstehen – als zentrale Anlaufstelle für Patienten mit Herzerkrankungen.

Die Gesamtkosten des neuen Heidelberger Herzzentrums belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro. Bauherr ist das Universitätsklinikum Heidelberg mit einem Eigenanteil von 100 Millionen Euro, wie es heißt. Die Fertigstellung ist für 2024 avisiert.

„Die Herzmedizin ist ein wichtiger Eckpfeiler der Heidelberger Universitätsmedizin, die wir mit der Zusammenführung der gesamten herzmedizinischen Kompetenz in einem technisch hervorragend ausgestatteten neuen Gebäude weiter stärken und digital aufstellen können“, verdeutlichte Professor Annette Grüters-Kieslich, Leitende Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende der Uniklinik Heidelberg.

„Ohne die großzügige Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung wäre es nicht möglich, diesen Bau so unmittelbar nach dem Neubau der Chirurgischen Klinik zu verwirklichen“, ergänzte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin der Uniklinik. (maw)

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