Generikamarkt

Indische Cipla mischt jetzt mit

Ein neuer Player im deutschen Generikamarkt: Der indische Traditionskonzern Cipla hat damit begonnen, erste eigene Produkte in Europa zu vermarkten.

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MUMBAI / ANTWERPEN. Anders als für manchen seiner Mitbewerber ist der deutsche Nachahmer-Markt für die indische Cipla offenbar noch nicht ausgereizt: Mit dem Antiasthmatikum Serroflo®, einer Kombination von Salmeterol und Fluticason, hat der Generikahersteller kürzlich sein erstes Produkt hierzulande gelauncht.

Weitere europäische Länder, in denen Cipla mit der Asthma-Kombi aktuell Premiere hat, sind Kroatien und Schweden.

Und erst zu Beginn dieser Woche gab Cipla eine Kooperation mit der britischen Vertriebsgesellschaft S&D Pharma bekannt. Demnach wird S&D die Distribution für Ciplas Atemwegspräparate in Tschechien und der Slowakei übernehmen, während Cipla sie mit eigenem Außendienst bei den Ärzten vorstellt.

Subhanu Saxena, Managing Director und CEO der Cipla Limited, kündigt weitere Produkte an: "In den kommenden 12 bis 18 Monaten streben wir mehrere Markteinführungen in Europa an. Denn wir sehen, dass es überall in Europa eine verstärkte Nachfrage nach preisgünstigen Alternativen im Arzneimittelbereich gibt". Das europäische Cipla-Headquarter ist im belgischen Antwerpen angesiedelt.

Geleitet wird Ciplas Europageschäft seit zwei Jahren von Frank Pieters, der vom israelischen Generikariesen Teva abgeworben wurde. Laut Pieters will sich Cipla in Deutschland als strategischer Partner der Krankenkassen und Leistungserbringer profilieren.

Versorgung verbessern

Pieters: "Unser Ziel ist es, nicht nur, kostengünstige und hochwertige Arzneimittel anzubieten, sondern auch gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie in verschiedenen Indikationsbereichen die Versorgung verbessert werden kann". Erste Ansätze dazu würden bereits "mit Entscheidungsträgern diskutiert".

Cipla wurde 1935 gegründet und zählt heute zu Indiens großen Arzneimittelanbietern. Das Unternehmen ist nach eigener Auskunft mit einem Portfolio von mehr als 2000 Produkten für 65 Indikationsgebiete in 170 Ländern aktiv.

Weltweit beschäftigt Cipla 20.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2013/14 (zu Ende März) erwirtschaftete Cipla umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz und daraus vor Steuern rund 176 Millionen Euro Gewinn.

Zu den Meilensteinen der Firmengeschichte gehört seit 2001 die Entwicklung preisgünstiger HIV-Medikamente. Mit Ciplas antiviralen Fixkombinationen koste eine HIV-Behandlung pro Patient und Jahr rund 300 Dollar, heißt es.

Auch im Geschäft mit Biosimilars, dem großen Trend im Nachahmermarkt, hat Cipla längst Fuß gefasst. Seit 2013 vermarktet man in Indien das erste Etanercept-Biosimilar gegen rheumatoide Arthritis. Produziert wird der rekombinante Zytokin-Hemmer von einem chinesischen Unternehmen. (cw)

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