Krebsfrüherkennung

Industrie will Zugriff auf Daten aus ePA

Die eHealth-Allianz fordert für sich Zugriff auf Gesundheitsdaten, um auch in der Krebsfrüherkennung Fortschritte machen zu können.

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Berlin. In einem gemeinsamen Papier befürworten die Verbände der eHealth-Allianz die im Entwurf des Patientendaten-Schutz-Gesetzes (PDSG) vorgesehene Möglichkeit einer freiwilligen Datenfreigabe für Forschungszwecke. Gleichzeitig kritisieren sie, dass die leistungsfähigsten Akteure der forschenden Gesundheitswirtschaft vom Antragsrecht zum geplanten Forschungsdatenzentrum ausgeschlossen werden sollen.

Der Zugang zu und die Nutzung von heterogenen Gesundheitsdaten für die industrielle Gesundheitswirtschaft ermögliche eine patientenorientiertere Forschung, so die Verbände in ihrem Positionspapier. Ihre Forderung untermauern sie unter anderem anhand eines Beispiels aus der Onkologie. Die Datenfreigabe sei insbesondere in der Krebsfrüherkennung von hoher Relevanz für die Entwicklung von Produkten, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen. Das Zugreifen auf etwa Labor-, Bildgebungs- und Befundparameter sei essenziell, um gute Algorithmen zu entwickeln. Dazu bräuchte es außerdem die Möglichkeit, Daten aus bereits bestehenden Datenbanken nutzen zu können. „Die Anzahl der Datensätze beziehungsweise Patientenfälle, die erforderlich ist, um eine hohe Genauigkeit und Robustheit zu erreichen, liegt abhängig von der Fragestellung typischerweise im Bereich von 1 .000 bis 100 .000. Diese Daten müssen von unterschiedlichen Institutionen, Patientenkohorten und bildgebenden Geräten stammen“, heißt es in dem Positionspapier.

Der Entwurf des PDSG sieht eine Rechtsgrundlage für eine freiwillige Datenabgabe über die elektronische Patientenakte (ePA) vor. Ab 2023 hätten Versicherte die Möglichkeit, die in der ePA abgelegten Daten freiwillig pseudonymisiert und verschlüsselt der medizinischen Forschung zur Verfügung zu stellen. Keinen Zugriff auf die Daten im Forschungszentrum hätte nach jetzigem Stand die private Forschung. (mu)

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