Hessen

Kammer ruft auch Studenten zum Impfeinsatz auf

Schon mehr als 1000 Ärzte haben sich zum freiwilligen Einsatz in den Corona-Impfzentren gemeldet. Die Kammer sucht aber noch weitere helfende Hände.

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Die Ärztekammer sucht Medizinstudenten höheren Semesters, die in den Impfzentren wie hier in der Frankfurter Festhalle mithelfen.

Die Ärztekammer sucht Medizinstudenten höheren Semesters, die in den Impfzentren wie hier in der Frankfurter Festhalle mithelfen.

© Boris Roessler/dpa

Frankfurt/Main. Die Landesärztekammer Hessen freut sich über eine große Resonanz über ihren Aufruf zur Mitwirkung in den 28 Corona-Impfzentren des Landes. Bisher hätten sich weit über 1000 Ärztinnen und Ärzte gemeldet, berichtet Kammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski. Täglich gingen Hunderte weitere Meldungen ein. Nach Durchsicht und Aufbereitung seien am Freitag bereits alle hessischen Impfzentren mit den Datensätzen von bisher 850 Medizinern versorgt worden.

Gleichzeitig bittet die Ärztekammer zusammen mit den hessischen Universitätskliniken Frankfurt, Gießen und Marburg Medizinstudenten zur Mithilfe und Unterstützung der Ärzte in Corona-Impfzentren auf.

„Der medizinische Nachwuchs verfügt über die nötigen Kompetenzen, um unter ärztlicher Aufsicht etwa Impfberatungen durchführen, impfen, Impfungen dokumentieren sowie Ärztinnen und Ärzte bei der Überwachung des Impfgeschehens generell entlasten zu können“, betont Pinkowski.

Anrechnung auf die Famulatur

Anreiz für die Studenten: Die hessische Approbationsbehörde wird in Absprache mit dem zuständigen Sozialministerium den Einsatz derjenigen, die den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bestanden haben, laut Mitteilung der Kammer mit bis zu einem Monat auf die Famulatur nach anrechnen.

Diese Zeit könne auch kumulativ erarbeitet werden und ausnahmsweise auch während der Vorlesungszeit abgeleistet werden, soweit hierdurch keine Pflichtveranstaltungen versäumt würden. Diese Ausnahmeregelung gelte zunächst bis zum Beginn des Sommersemesters 2021.

Pinkowski bittet daher Medizinstudenten in klinischen Semestern, sich unter der E-Mail-Adresse studis-impfen-gegen-Corona@laekh.de zu melden. Die Kammer habe das Innen- wie auch das Sozialministerium um Klärung der Haftpflicht-, Unfall- und Sozialversicherungsfragen sowie der Entschädigung gebeten. (bar)

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