Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Kein Stoppsignal für Kooperationen

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Wenn es um das Honorar für Vertragsärzte geht, dann wird die Welt in Deutschland bunter. Das hat der Gesetzgeber mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz so gewollt, indem er den KVen mehr Autonomie bei der Honorarverteilung gegeben hat.

Bei den Honorarzuschlägen für Kooperationen - MVZ, Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) und für Vertragsärzte mit angestellten Ärzten - zeigt sich, dass die Freiheit durchaus genutzt wird. Und dass dabei zum Teil sehr unterschiedliche Lösungen gefunden werden - von der Beibehaltung des alten Zustands bis hin zu einer starken Reduzierung ist alles dabei.

Die Richtung insgesamt ist klar: In den meisten KVen werden die Zuschläge reduziert. Zu stark war offenbar das Gefühl der Benachteiligung bei Einzelärzten. Aber nirgendwo haben die Vertretersammlungen die Zuschläge gestrichen, und das ist gut so. Denn dass in von den Partnern gelebten Kooperationen bei gemeinsamer Behandlung von Patienten tatsächlich ein Mehrwert erbracht wird, ist mittlerweile unstrittig.

Den BAG und MVZ ist es gelungen, in Vertreterversammlungen ein Stoppsignal für Kooperationen zu verhindern. Ob die reduzierten Zuschläge überall reichen werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass an Kooperationen aller Art kein Weg vorbeiführt, wenn die Versorgung gesichert werden soll. Und das muss sich auch im Honorar spiegeln.

Lesen Sie dazu auch: RLV-Zuschläge: Gemeinsam bringt weniger

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Prävention und Therapie

In fünf Schritten zu einer besseren Adipositas-Versorgung

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neue Therapien

Gleich mehrere Durchbrüche bei seltenen Erkrankungen

Lesetipps
Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen

Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?