Kommentar zum Ärztemangel

Kooperationsideen gefragt

Ärztemangel hin oder her, einen Verteilungsmangel gibt es definitiv. Darunter leiden vor allem strukturschwache Regionen.

Rebekka HöhlVon Rebekka Höhl Veröffentlicht:

Über den Ärztemangel lässt sich streiten. Immerhin hat erst kürzlich der oberste Sachverständige im Gesundheitswesen, Professor Ferdinand Gerlach, wenn auch nicht in dieser Funktion, deutliche Zweifel an der These des Mangels vorgebracht. Aber ein Verteilungsproblem gibt es. Und darunter leiden vor allem strukturschwache Regionen und die generalistischen Fächer.

Deshalb sind dringend kreative Ideen für neue Kooperationsmodelle gefragt. Zum einen, um die Last der Patientenversorgung auf mehrere Schultern zu verteilen. Zum anderen, um die Tätigkeit auf dem Land für Nachwuchsmediziner attraktiv zu gestalten.

In Teamstrukturen lassen sich eben auch weiter entfernt vom bisherigen eigenen sozialen Netzwerk aus Verwandten und Freunden, die bei der Kinderbetreuung einspringen können, Arztsein und Familienleben vereinen. Ein zu oft unterschätzter Punkt: Schließlich sind es immer seltener in der Region verwurzelte Töchter und Söhne von Ärzten, die die Landpraxis weiterführen. Zudem wiegt ein geteiltes wirtschaftliches Risiko gerade in der beruflichen Startphase weniger.

Hier nach der Kommune oder KV zu rufen wäre jedoch der falsche Weg. Die besten kooperativen Versorgungsideen entstehen dann, wenn in der Region erfahrene Ärzte die Jungen unterstützen. Also: Nur Mut zu kreativen Praxiskonzepten!

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