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Honorarverhandlungen

KV-Chefs pochen auf Ausgleich der Kostensteigerungen für Praxen

Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband liegen vor der neuen Verhandlungsrunde für die vertragsärztliche Vergütung noch weit auseinander. Unterstützung erhält die KBV aus den Ländern.

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Ein Stethoskop liegt auf Geldscheinen.

Bei der vergangenen Verhandlungsrunde lagen die Parteien noch weit auseinander: Während die KBV eine Erhöhung des Orientierungswerts um 10,2 Prozent fordert, bieten die Kassen lediglich 2,1 Prozent.

© Stockfotos-MG / stock.adobe.com

Neu-Isenburg. Vor der dritten Runde der Finanzierungsverhandlungen zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband am kommenden Mittwoch (13. September) haben die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mehrerer Länder am Montag ihre Forderung nach mehr Geld wiederholt.

Hohe Teuerungsraten, massiv gestiegene Energiepreise und der umkämpfte Arbeitsmarkt stellten die ambulante Versorgung zusehends vor existenzielle Probleme, warnte beispielsweise die KV-Rheinland-Pfalz. „Was es jetzt braucht, ist eine angemessene Berücksichtigung der Kostensteigerungen, um die ambulante Versorgung zu sichern“, sagte deren Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Heinz.

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In den Verhandlungen liegen die Positionen bislang weit auseinander. Während die KBV eine Erhöhung des Orientierungswerts um 10,2 Prozent fordert, bieten die Kassen lediglich 2,1 Prozent.

„Was die Kassen bewusst auszuklammern scheinen, ist, dass Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Praxen am Ende zwangsläufig auch zulasten der Patientinnen und Patienten gehen“, sagten die Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, Frank Dastych und Armin Beck.

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Schluss mit dem Sparkurs der Krankenkassen

„Bei den aktuellen Finanzierungsverhandlungen muss eine Kehrtwende vollzogen werden: Schluss mit dem Sparkurs der Krankenkassen, hin zu mehr Wertschätzung der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten und ihres Personals“, verlangte Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KV Niedersachsen.

Es brauche schnell ein verbindliches und langfristig angelegtes Maßnahmenpaket „zur Beseitigung der seit Jahren herrschenden Unterfinanzierung und zunehmenden Benachteiligung der Praxen gegenüber dem stationären Bereich“, forderte die Vorstandsvorsitzende der KV Schleswig-Holstein, Dr. Monika Schliffke.

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) warnte die Kassen am Dienstag davor, „weiter die Axt ans Fundament der medizinischen Versorgung von Millionen Bundesbürgerinnen und Bürgern zu legen“.

In den Kassenetagen müsse ein „Umdenken“ stattfinden, da ein hochwertiges Gesundheitssystem nur mit den Niedergelassenen funktioniere, so KVB-Vorstand Dr. Christian Pfeiffer, Dr. Peter Heinz und Dr. Claudia Ritter-Rupp. (bar/hom)

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