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Medizinstudium

Landarzt-Stipendien in Bayern aufgestockt

Doppelt so viel Geld wie bisher können Medizinstudierende in Bayern künftig erhalten – wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

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MÜNCHEN/ERLANGEN. Die Vergütung der Landarzt-Stipendien für Medizinstudierende in Bayern ist verdoppelt worden. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Jeden Monat können Studierende nun 600 Euro statt bisher 300 Euro erhalten. Die Änderung gilt seit dem 1. Februar 2018. Bisher sind 117 Studierende mit einem solchen Stipendium gefördert worden.

Die Stipendien gibt es seit dem Jahr 2012. Die Fördergelder sollen dazu beitragen, langfristig eine wohnortnahe Versorgung auf dem Land zu sichern. Studierende können sie bekommen, wenn sie sich verpflichten, nach Studienabschluss ihre Weiterbildung auf dem Land zu absolvieren. Zudem müssen sie zusagen, im Anschluss noch mindestens fünf Jahre im ländlichen Bereich als Ärzte tätig zu sein. Praxis oder Klinik, Allgemeinmedizin oder ein anderes Fach – all das kommt in Frage. Die Förderung ist im zweiten Studienabschnitt über bis zu vier Jahre möglich.

Seit 2015 gibt es für die Stipendiaten zusätzlich zur finanziellen Förderung auch ein jährliches Seminar. An diesem nehmen unter anderem Experten aus der medizinischen Praxis teil und diskutieren mit den künftigen Ärzten aktuelle Versorgungsthemen. Vergabe und Organisation laufen über die Bayerische Gesundheitsagentur am Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) in Erlangen. Wie das Landesamt auf Anfrage mitteilte, sind 37 der bisherigen Stipendiaten inzwischen in fachärztlicher Weiterbildung.

Ende 2018 soll der Erste die Weiterbildung abschließen. Es hätten insgesamt schon 151 Stipendiaten statt 117 sein können, aber 34 haben sich umentschieden. Durch die höhere Summe möchte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nun noch mehr angehende Ärzte aufs Land lotsen. Studierende können bei der Gesundheitsagentur am LGL eine Förderung beantragen. Die neue Richtlinie gilt bis Ende 2020. (cmb)

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