Wasserschäden

Letzte Option Klinikneubau?

Die Sanierungskosten für eine Klinik in Eutin beschäftigen den Sozialausschuss des Landtages.

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EUTIN. Nach zahlreichen Wasserschäden muss die Sana-Klinik Eutin umfangreich saniert werden. Die jüngste Kostenprognose fiel allerdings so hoch aus, dass der Geschäftsführer die Reißleine ziehen will – er hofft auf einen Neubau.

104 Rohrbrüche hat es seit der Eröffnung der Sana-Klinik Eutin bislang gegeben. Allein für die Reparatur der Rohrbrüche wurden seitdem drei Millionen Euro aufgewendet. Durch die entstandenen Wasserschäden mussten immer wieder Teil-Sanierungen vorgenommen werden, in deren Folge dann weitere Schäden im Bereich des Brandschutzes, der Heizungsrohre und der Außenfassade aufgetreten waren. Das Krankenhaus ist erst im Jahr 2002 neu gebaut worden, damals im Auftrag des Kreises Ostholstein. Zwei Jahre später übernahm der private Klinikbetreiber Sana-Kliniken das Haus. Nun steht wegen der ständigen Schäden eine umfassende Sanierung an, deren Kostenprognose von 20 auf zunächst 40 Millionen Euro kletterte und kürzlich sogar auf 75 Millionen Euro erhöht wurde – diese Zahl nannte Klinikgeschäftsführer Klaus Abel kürzlich in einer Anhörung vor dem Sozialausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags.

Abel empfahl angesichts dieser Prognose einen Neustart. Wegen der ständigen Schäden sei die Zeit reif, "die Reißleine zu ziehen."  "Der Neubau, der vom Kreis Ostholstein beauftragt wurde, hat unzählige Mängel, die, wie es scheint, durch weitere Teilsanierungen nicht zu beheben sind", sagte Abel. Er plädiert dafür, einen Neubau als Option zur Sanierung zu prüfen. Laut Sana wird für eine Renovierung ein Zeitraum von fünf bis acht Jahren veranschlagt.

Landespolitiker äußerten sich befremdet darüber, dass das Ausmaß der Schäden erst jetzt sichtbar wird. Hans Hinrich Neve, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sagte: "Offensichtlich gab es ein Kommunikationsproblem zwischen dem Krankenhausträger und dem Sozialministerium." (di)

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