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MVZ-Träger blicken pessimistisch in die Zukunft

Verluste im Zuge der Konvergenzregelung sind nur eine Problematik, vor der MVZ gegenwärtig stehen.

Von Sunna Gieseke Veröffentlicht:

BERLIN. Nach Ansicht des Bundesverbandes Medizinische Versorgungszentren (BMVZ) blicken MVZ-Träger zunehmend pessimistisch in die Zukunft. Viele seien der Ansicht, die Situation für MVZ habe sich durch die schwarz-gelbe Koalition verschlechtert. Das ist das Fazit des 4. Jahreskongress des BMVZ in Berlin. Die Erwartungen an eine schwarz-gelbe Koalition seien sehr groß gewesen, betonte Dr. Bernd Köppl, Vorstandsvorsitzender des BMVZ. Doch diese hätten sich nicht erfüllt. Die MVZ-Träger seien inzwischen besonders durch die von der Koalition verordneten strikte Budgetierung der ambulanten Versorgung verunsichert.

Doch die MVZ stehen vor weiteren ungelösten Problemen: "Inzwischen wurde das Rad der Zeit bei der Honorarabrechnung für MVZ zurückgedreht", kritisierte Frank Welz, Geschäftsführer des Unternehmens Med.Concept. Diese ergäben sich nach wie vor aus der Fallzählung im MVZ seit dem 1. Juli 2009. Inzwischen habe man aber belegen könnten, dass die MVZ "nicht Verursacher der hohen Fallzahlen" seien. "Dennoch werden sie zum Sündenbock gemacht", so Welz. Doch auch aus der aktuellen Honorarreform zum 1. Juli 2010 und der damit verbundenen Festlegung von qualifikationsgebundenen Zusatzvolumina (QZV) hätten sich weitere Probleme für die MVZ ergeben. Denn dies habe zu einer Absenkung der Regelleistungsvolumina (RLV) in der jeweiligen Fachgruppe geführt, kritisierte Welz.

Die Beziehung zwischen MVZ und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) erleben viele MVZ-Träger zudem weiterhin als "angespannt", so Köppl. Nachwievor gebe es "benachteiligende Regelungen" für MVZ-Ärzte seitens der KVen, ergänzte Welz. Zum Beispiel hätten die MVZ mit der Anwendung der Konvergenzregelung auf das gesamte MVZ kaum Chancen auf einen Ausgleich der "durch die Honorarverteilungssystematik bedingten Verluste von Teilpraxen".

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