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Baden-Württemberg

Mehr Plätze für psychisch kranke Kinder

Veröffentlicht:

STUTTGART. Um mehr als elf Prozent soll in Baden-Württemberg die Zahl der Betten und Plätze in Kliniken und Tageskliniken für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche erhöht werden.

Zu den bisher landesweit 835 Behandlungsplätzen sollen 95 hinzukommen. Dieses Ziel hat Landesgesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) Anfang des Jahres ausgegeben. Dabei werde das Land "ausreichend Mittel" für die 85 teil- und zehn vollstationären Plätze zur Verfügung stellen, hieß es.

Die Zahl der stationär psychiatrisch behandelten Kinder und Jugendlichen ist landesweit von 4096 (2006) auf 5628 (2011) gestiegen.

Vor zwei Jahren hat das Ministerium die aus dem Jahr 2008 stammende Krankenhausplanung für Kinder- und Jugendpsychiatrie durch eine Umfrage überprüfen lassen. Lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz in der ambulanten und stationären Versorgung waren das Ergebnis.

Altpeter bezeichnet ihr Vorgehen als "goldenen Mittelweg": Die Kassen hielten das Versorgungsnetz mit (Tages-) Kliniken für ausreichend, die Landeskrankenhausgesellschaft plädiert für eine starke Ausweitung.

Bei der Mehrzahl der betroffenen jungen Patienten sei die Diagnose "Verhaltens- und emotionale Störungen in der Kindheit und Jugend" gestellt worden. Zahlenmäßig am stärksten war dabei die Gruppe der 11- bis 15-Jährigen, zweitgrößte Patientengruppe waren die 16- bis 18-Jährigen. (fst)

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