Ab Herbst

Mehrkosten auch für Praxen: Gasumlage bei 2,4 Cent pro Kilowattstunde

Die Höhe der Gasumlage steht fest: Sie beträgt rund 2,42 Cent pro Kilowattstunde. Sie soll von allen Gaskunden bezahlt werden. Das bedeutet auch für Praxen Mehrkosten.

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Berlin. Um Gasimporteure zu stützen, müssen Kunden in Deutschland ab dem Herbst deutlich mehr für Gas bezahlen. Die Höhe der staatlichen Gasumlage wird bei 2,419 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Das teilte die Firma Trading Hub Europe, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber in Deutschland, am Montag in Ratingen mit. Mit der Umlage werden erhöhte Beschaffungskosten von Importeuren an die Kunden weitergegeben.

Bei einem Haushalt in einem Einfamilienhaus und mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden betragen die Mehrkosten demnach rund 484 Euro im Jahr. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer. Die Bundesregierung will allerdings verhindern, dass diese fällig wird. Einen entsprechenden Ausnahmeantrag hat sie bei der Europäischen Union gestellt.

Mit Zeitverzug auf den Rechnungen

Das Bundeswirtschaftsministerium ging zuletzt von einer Spanne von 1,5 bis 5 Cent je Kilowattstunde aus. Die Umlage gilt ab Anfang Oktober. Sie werde aber nicht unmittelbar auf den Rechnungen sichtbar werden, sondern mit etwas Zeitverzug, teilte das Ministerium mit.

Es gebe aus Verbraucherschutzgründen Ankündigungsfristen im Energiewirtschaftsgesetz von vier bis sechs Wochen, die eingehalten werden müssten. Daher werde die Umlage wahrscheinlich erstmals im November/Dezember auf den Rechnungen auftauchen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte den Bürgern angesichts der stark gestiegenen Energiepreise zusätzliche Entlastungen zugesichert. Es werde niemand alleine gelassen. Das bekräftigte auf einer Pressekonferenz am Montag noch einmal eine Regierungssprecherin. (dpa/eb)

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