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Merz kämpft noch mal mit Memantine

Merz Pharma will 250 bis 300 Stellen streichen. Davon etwa ein Drittel am Hauptsitz in Frankfurt.

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FRANKFURT/MAIN. Sinkende Einnahmen aus dem US-Lizenzgeschäft mit dem Alzheimer-Medikament Memantine haben Umsatz und operativen Gewinn des Familienunternehmens Merz Pharma 2015/16 (zu Ende Juni) einbrechen lassen. Der Rückgang sei allerdings erwartet worden, heißt es.

Im Kerngeschäft hätten die Erlöse dagegen zugenommen. Vorstandschef Philip Burchard kündigt jetzt ein Effizienzprogramm an, das "auch einen Stellenabbau zu Folge haben" werde. Davon seien das F&E-Ressort sowie die Verwaltung betroffen. In Deutschland – und hier in der Frankfurter Unternehmenszentrale – würden "voraussichtlich weniger als 100 Arbeitsplätze" wegfallen.

Burchard hatte bereits 2014 eine Verkleinerung der Belegschaft, damals wegen des Patentablaufs für Memantine, angekündigt. In der Folgezeit nahm die Beschäftigung im Konzern jedoch weiter zu. Insgesamt soll die aktuelle Umstrukturierung 250 bis 300 Jobs kosten.

Gespräche mit dem Betriebsrat in Deutschland hätten zum Ziel, den Personalabbau "so sozialverträglich wie möglich zu gestalten". Im Heimatmarkt arbeiteten in der Berichtszeit 1033 Mitarbeiter für Merz, an ausländischen Standorten 1972. Damit waren 251 Leute mehr für das Unternehmen tätig als im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Merz 2015/16 in Zahlen: Der Gruppenumsatz sank um 5,5 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um 48 Prozent auf rund 132 Millionen Euro. Andere Gewinngrößen würden derzeit nicht veröffentlicht, sagte eine Firmensprecherin. (cw)

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