Direkt zum Inhaltsbereich

Deutscher Richterbund

Mindeststandards für Gerichtsgutachter gefordert

Medizinische Gutachten sind Thema des 21. Deutschen Richter- und Staatsanwaltstags in Weimar. Die Richter wünschen sich einheitliche Standards bei der Qualifikation der Sachverständigen.

Veröffentlicht:

WEIMAR. Der Deutsche Richterbund (DRB) fordert gesetzliche Mindeststandards für die Qualifikation medizinischer oder psychologischer Gerichtsgutachter.

Solche Mindeststandards könnten Richtern eine gewisse Sicherheit bei der Auswahl von Gutachtern bieten, sagte der Vorsitzende Christoph Frank vor dem am Mittwoch beginnenden 21. Deutschen Richter- und Staatsanwaltstag in Weimar.

"Die Brauchbarkeit eines Gutachtens sollte nicht von vornherein an der Qualifikation des Sachverständigen scheitern." Derzeit gebe es dazu unterschiedliche Regelungen der einzelnen Landesärztekammern.

Medizinrecht und der Einfluss ärztlicher Gutachten auf richterliche Entscheidungen gehören zu den Themen des Kongresses. Erwartet werden in Weimar rund 1000 Juristen.

Schätzungsweise bei mehr als der Hälfte der Strafverfahren wegen schwerer Verbrechen wie Mord, Totschlag, Sexualstraftaten oder schwerer Gewaltdelikte müssten Gerichte medizinische Gutachter heranziehen, sagte Frank.

Gutachter seien "mit ihrem Spezialwissen und ihren Erfahrungen wichtige Gehilfen bei der rechtlichen Beurteilung durch Staatsanwaltschaften und Gerichte". Sehr häufig gehe es um die Feststellung der Schuldfähigkeit und um "die Einschätzung, ob ein Angeklagter in der Lage ist, seine Handlungen zu steuern". Auch zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Angeklagten könne die Einschätzung durch Gutachter nötig sein. (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gesetzgebung

Bundesrat winkt Apothekenreform durch

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie kommuniziert man Zahlen und Risiken verständlich, Dr. Lühnen?

Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Kolumne: Spitzensport schützt – und hinterlässt Spuren

Lesetipps
Sehr viele unterschiedliche Tabletten liegen auf einem weißen Tisch.

© DhanaStudio / Generated with AI

Damit die Behandlung anschlägt

Intensivierung bei therapieresistenter Hypertonie: Wie vorgehen?

Einzelne Bilder von Lebensmitteln die reich an Histamin sind.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen

Schatten eines übergewichtigen Menschen an einer Wand.

© Luluraschi / stock.adobe.com

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom