Klinikinsolvenz

Nach baulicher jetzt finanzielle Sanierung

Das Dominikus-Krankenhaus im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt hat Insolvenz angemeldet. Zum Stolperstein wurden die explodierenden Kosten der laufenden Modernisierung.

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DÜSSELDORF. Die Geschäftsführung des Düsseldorfer Vollversorgers Dominikus-Krankenhaus will sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen und hat am Montag beim Amtsgericht Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Laut Klinikum sei dem Antrag stattgegeben worden. Dem Klinikmanagement werde nun der Rechtsanwalt Dr. Jörg Nerlich als Sachwalter zur Seite gestellt.

"Der Klinikbetrieb läuft unverändert weiter, die Patienten werden genauso behandelt und versorgt, wie vor dem Antrag. Alle Abteilungen bleiben geöffnet", teilt das Haus mit. Die Insolvenz sei nötig geworden, weil die vor vier Jahren begonnene bauliche Sanierung teurer wurde als geplant, gleichzeitig aber immer wieder Betten aus dem laufenden Betrieb genommen werden mussten und dadurch Einnahmen fehlten. Je nach Bauabschnitt schwanke die Bettenzahl zwischen 224 und 194; vor Baubeginn seien regelhaft 260 Betten aufgestellt gewesen.

Nach Unternehmensangaben soll es bereits Investoren geben, die an einer Übernahme des Klinikums interessiert seien. Für die 450 Beschäftigten sei die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes beantragt. Die Belegschaft wurde am Montagnachmittag über die Insolvenz informiert.

Das Dominikus-Krankenhaus leitet die Regelversorgung in den vier westlichen Düsseldorfer Stadtteilen Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick. (cw)

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