Arthroskopie

Neues Register gestartet

Ärzte sollen ein Feedback für die Ergebnisse der von ihnen durchgeführten Op im Vergleich zum Gesamtpool teilnehmender Kollegen erhalten.

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BERLIN/NEUSS. Trotz der Vorteile mikrochirurgischer arthroskopischer Eingriffe verbannt der Gemeinsame Bundesausschuss immer mehr dieser Op aus dem GKV-Leistungskatalog. Dieser Tendenz wollen die Betreiber des neu etablierten Deutschsprachigen Arthroskopieregisters (DART) entgegenwirken. Es soll bisher fehlende klinische Studien an großen Patientenpopulationen kompensieren, die das Ergebnis dieser Op unter Alltagsbedingungen messen.

Im DART werden nach Unternehmensangaben ab sofort alle validen Daten der Patienten, vor und nach einer arthroskopischen Op erfasst und zentral wissenschaftlich ausgewertet. Mit dabei seien Eingriffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das zentrale Datenregister soll Ärzten, Praxen und Kliniken kostenfrei zur langfristigen Sicherstellung ihrer Qualität zur Verfügung stehen.

Auf der Online-Plattform von DART, die Ende Oktober beim Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin vorgestellt wird, sollen die teilnehmenden Ärzte Angaben zur Erkrankung / Verletzung, dem intraartikulären Befund und der durchgeführten Op machen. Der operierte Patient erhalte ebenfalls einen Online-Zugang und werde gebeten, zu regelmäßigen Zeitpunkten – bis zu zehn Jahre nach dem Eingriff – Angaben zum subjektiven Gelenkbefund, Komplikationen, Arbeitsausfall und der subjektiven Zufriedenheit zu machen.

Die Arzt- und anonymisierten Patientendaten werden laut DART statistisch ausgewertet. Über eine Reportfunktion erhalte der Operateur ein Feedback für die Ergebnisse der von ihm durchgeführten Op im Vergleich zum Gesamtpool teilnehmender Ärzte. In Deutschland fänden jährlich über 400.000 Arthroskopie-Op statt. (maw)

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