Cannabis-Versorgung

Neuraxpharm will bei Medizinalhanf mitmischen

Auf dem deutschen Markt für medizinisches Cannabis will bald ein neuer Player einsteigen – mit Hanf aus Israel.

Veröffentlicht: 24.07.2020, 15:49 Uhr

Langenfeld/Tel Aviv. Der ZNS-Spezialist Neuraxpharm will in den deutschen Markt mit verschreibungsfähigem Cannabis einsteigen. Dazu hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mit Pranaxia, Eigentümer des größten israelischen Medizinalhanf-Herstellers, eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Deutschland gilt laut Panaxia „außerhalb den USA als der größte Markt für medizinische Cannabis mit etwa 60.000 Patienten“.

Nauraxpharm wird laut Vereinbarung eine Importgenehmigung für die Produkte von Panaxia nach Deutschland beantragen, und Panaxia wird sich bei der Israelischen Gesundheitsbehörde um eine Exportgenehmigung bemühen. Laut der Vereinbarung ist Panaxia verantwortlich für die Herstellung der Produkte in Übereinstimmung mit den EU-GMP-Standards.

Medizinisches Cannabis wird vor allem in der Schmerztherapie verwendet. Das Bundesverfassungsgericht hatte 1994 ein umfassendes Cannabis-Verbot für verfassungsgemäß erklärt, dieses jedoch 2017 relativiert. Seither dürfen in Deutschland Ärzte jeglicher Fachrichtung Cannabispräparate als Fertig- oder Rezepturarzneimittel verordnen. (syc)

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Kassen reagieren mit Unverständnis auf KBV-Kritik

Honorarverhandlung

Kassen reagieren mit Unverständnis auf KBV-Kritik

Wie deutsche Hilfsorganisationen in Beirut die Not lindern

Katastrophenhilfe im Libanon

Wie deutsche Hilfsorganisationen in Beirut die Not lindern

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden