Generika

Novartis prüft Optionen für Sandoz

Gibt der Schweizer Pharmariese Novartis sein Generikageschäft auf? Ausgeschlossen wird das nicht mehr.

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Basel. Anlässlich der Bekanntgabe der Neunmonatszahlen hat Novartis am Dienstag mitgeteilt, strategische Optionen für seine zweitgrößte Sparte, die Generikalinie Sandoz, prüfen zu wollen.

Ziel sei es, eine „Wertmaximierung für unsere Aktionäre“ zu erreichen, heißt es. Die Optionen reichten vom Verbleib der Sparte im Konzern bis zur Trennung. Zuvor hatte Novartis nach einer vergleichbaren Prüfung bereits 2019 seine Augensparte Alcon an die Börse gebracht.

Gründe für die jüngsten Abspaltungspläne werden nicht genannt. Allerdings sind eher schwächere Wachstumsraten dem Geschäftsmodell Nachahmermedizin inhärent, zumal wenn es sich – wie bei Sandoz – bereits um einen großen Vollsortimenter handelt. Das belegen auch die aktuellen Quartalszahlen.

Während Novartis in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit patentgeschützten Medikamenten neun Prozent zulegen konnte (auf 31,3 Milliarden Dollar), stagnierten die Sandoz-Einnahmen bei 7,1 Milliarden Dollar. Per Saldo schnitt der Konzern bis Ende September mit 38,4 Milliarden Dollar sieben Prozent besser als in der Vergleichsperiode 2020 ab. (cw)

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