Direkt zum Inhaltsbereich

Wie gut wird beraten?

Nur fünf von elf Schönheitskliniken erreichen ein "gut"

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat Testpatienten in Schönheitskliniken geschickt. An deren Beratung hatten sie nicht immer nur Freude.

Veröffentlicht:

HAMBURG. Wie gut beraten Schönheitskliniken, bevor sich einer bei ihnen unters Messer legt? Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) ging dieser Frage nach. Elf große Schönheitskliniken in Deutschland wurden getestet.

Fazit der Tester: "insgesamt eine befriedigende Beratungsqualität". Schwächen hätten sich vor allem dann offenbart, wenn es darum ging, die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten zu erfragen und ihn über den Eingriff aufzuklären - etwa über die Vor- und Nachteile der Op-Methoden oder Verhaltensregeln nach der Operation, erläutert das DISQ. Nur fünf Kliniken schafften die Beurteilung "gut".

"Besonders erschreckend war, dass die Ärzte in fast einem Drittel aller Gespräche nicht oder nicht von selbst auf Risiken hingewiesen haben", bemängelt DISQ-Geschäftsführerin Bianca Möller.

Die Beratung habe zwischen lediglich 20 Minuten bis zu 72 Minuten gedauert. Nach fast 60 Prozent der Gespräche bekamen die Patienten keinen detaillierten Kostenvoranschlag mit nach Hause.

Servicequalität verbesserungswürdig

In jeder Klinik nahmen drei anonyme Testpatienten eine Beratung wahr. Themen der Gespräche waren die Eingriffe Nasenkorrektur, Fettabsaugung und Brustvergrößerung.

Zudem wurde die Servicequalität der Kliniken am Telefon untersucht. Insgesamt gingen 99 Kontakte in die Auswertung ein.

"Auch die Servicequalität am Telefon war verbesserungswürdig", heißt es weiter. Bei mehr als der Hälfte der Telefonate hätten die Angestellten nicht strukturiert und vollständig geantwortet. In mehreren Fällen wussten sie keine Antwort etwa zu verschiedenen Eingriffsverfahren.

Und in mehr als der Hälfte der Fälle sei es nicht möglich gewesen, ein Informationsgespräch binnen zweier Wochen nach telefonischem Erstkontakt zu vereinbaren.

Punkten konnten die Schönheitskliniken dagegen "durch qualifizierte, glaubwürdige und motivierte Ärzte und kommunikationsstarke, freundliche Mitarbeiter". (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Statistisches Bundesamt

Rund 17,7 Millionen Patienten lagen 2025 im Krankenhaus

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Esteban Roman Garcia hat einen modernen OP eingerichtet, mit allen erforderlichen Geräten, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

© privat

Praxismanagement

Arzt und Unternehmer: Chirurg in Ostwestfalen auf Expansionskurs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: dem Finanzdienstleister MLP SE, Wiesloch
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main
Roboter-assistiertes Operieren: von Pionieren lernen

© 2024 Intuitive Surgical Operations Inc.

Operationstechnik

Roboter-assistiertes Operieren: von Pionieren lernen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Intuitive Surgical Deutschland GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt

Global-Burden-of-Disease-Erhebung

Weltweit immer mehr Fälle von Anorexie und Bulimie

Lesetipps
Ein Kind erhält eine Spritze und schaut ängstlich weg.

© yanadjan / stock.adobe.com

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Die Rückseite eines jungen Mannes mit großflächigen Tätowierungen.

© PeopleImages / Getty Images / iS

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Nahaufnahme des rechten Handegelenks eines Patienten das mit einer Handgelenksschiene ruhig gestellt ist.

© Ondrej Novotny / stock.adobe.com

Therapie der ersten Wahl

Was bringt eine Handgelenksschiene beim Karpaltunnelsyndrom?