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Grippewelle

Nur wenig Nachfrage nach Grippeschutz bei Schwangeren

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Vor allem in Süddeutschland lassen sich zu wenig Schwangere impfen.

Vor allem in Süddeutschland lassen sich zu wenig Schwangere impfen.

© Production Perig / Fotolia.com

BERLIN. Die Grippeimpfung ist auch während einer laufenden Infektionswelle noch ein Mittel, um die Verbreitung der Influenza einzudämmen. Das Robert Koch-Institut hat daher noch in dieser Woche empfohlen, weiterhin Risikogruppen zu impfen. Wie unterschiedlich diesen teilweise dringend formulierten Appellen in Deutschland Folge geleistet wird, zeigt eine aktuelle Statistik des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zu den Impfraten bei schwangeren Frauen.

Seit 2010 wird in Deutschland offiziell empfohlen, dass sich schwangere Frauen gegen Influenza impfen lassen. Der Grund dafür ist, dass Schwangere sich mit der Impfung nicht nur selbst schützen, sondern dass auch die Neugeborenen dann einige Monate vom Nestschutz profitieren.

Die Impfbereitschaft ist aber nach den Daten des Zi extrem unterschiedlich ausgeprägt. Demnach haben nur in einem Kreis in Sachsen-Anhalt mehr als ein Drittel der schwangeren Frauen einen Impfschutz gegen Influenza. In fünf weiteren Kreisen des Bundeslandes liegen die Impfraten zwischen 28 Prozent und einem Drittel.

In der Mehrheit der Landkreise werden diese Werte bei Weitem nicht erreicht, vor allem in Süddeutschland sind die Quoten tendenziell sehr niedrig. Demnach sind in 358 von 402 Kreisen Impfraten von unter einem Sechstel der Schwangeren zu verzeichnen. In 115 Kreisen liegen die Werte sogar bei maximal 6,2 Prozent, so das Zi. Die genauen Werte will das Institut mit dem Versorgungsatlas im März veröffentlichen. (ger)

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