Grippewelle

Nur wenig Nachfrage nach Grippeschutz bei Schwangeren

Veröffentlicht: 13.02.2017, 06:44 Uhr
Nur wenig Nachfrage nach Grippeschutz bei Schwangeren

Vor allem in Süddeutschland lassen sich zu wenig Schwangere impfen.

© Production Perig / Fotolia.com

BERLIN. Die Grippeimpfung ist auch während einer laufenden Infektionswelle noch ein Mittel, um die Verbreitung der Influenza einzudämmen. Das Robert Koch-Institut hat daher noch in dieser Woche empfohlen, weiterhin Risikogruppen zu impfen. Wie unterschiedlich diesen teilweise dringend formulierten Appellen in Deutschland Folge geleistet wird, zeigt eine aktuelle Statistik des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zu den Impfraten bei schwangeren Frauen.

Seit 2010 wird in Deutschland offiziell empfohlen, dass sich schwangere Frauen gegen Influenza impfen lassen. Der Grund dafür ist, dass Schwangere sich mit der Impfung nicht nur selbst schützen, sondern dass auch die Neugeborenen dann einige Monate vom Nestschutz profitieren.

Die Impfbereitschaft ist aber nach den Daten des Zi extrem unterschiedlich ausgeprägt. Demnach haben nur in einem Kreis in Sachsen-Anhalt mehr als ein Drittel der schwangeren Frauen einen Impfschutz gegen Influenza. In fünf weiteren Kreisen des Bundeslandes liegen die Impfraten zwischen 28 Prozent und einem Drittel.

In der Mehrheit der Landkreise werden diese Werte bei Weitem nicht erreicht, vor allem in Süddeutschland sind die Quoten tendenziell sehr niedrig. Demnach sind in 358 von 402 Kreisen Impfraten von unter einem Sechstel der Schwangeren zu verzeichnen. In 115 Kreisen liegen die Werte sogar bei maximal 6,2 Prozent, so das Zi. Die genauen Werte will das Institut mit dem Versorgungsatlas im März veröffentlichen. (ger)

Mehr zum Thema

Corona-Pandemie

Heißes Eisen Maskenpflicht

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Herzinfarkt-Symptome im Alter öfter atypisch

Grund für späten Notruf?

Herzinfarkt-Symptome im Alter öfter atypisch

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden