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Ovarialkarzinom – Plädoyer für Ultraschall auf Kasse

Der Ultraschall der Eierstöcke geht nur im Verdachtsfall auf Kasse. Ein Fehler, so die DEGUM.

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STUTTGART. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) setzt sich für ein hohes Qualitätsniveau der Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke ein. Momentan bewerte der von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierte IGeL-Monitor den Nutzen des Ultraschalls der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung als negativ.

Wenn kein akuter Verdacht auf die Erkrankung besteht, müssen Frauen den Ultraschall der Eierstöcke also als IGeL selbst bezahlen. Das ist Professor Eberhard Merz, Leiter des Zentrums für Ultraschalldiagnostik und Pränatalmedizin Frankfurt, ein Dorn im Auge. „Das Ultraschallverfahren zur Früherkennung von Eierstockkrebs sollte künftig eine Leistung der Krankenkassen werden – auch wenn kein akuter Verdacht auf Eierstockkrebs besteht“, fordert der ehemalige DEGUM-Präsident. So könne die Überlebensrate der Patientinnen deutlich verbessert werden.

Das Ovarialkarzinom tritt meistens erst bei älteren Frauen auf. Weil sich ein bösartiger Tumor oft schon weit entwickelt hat, wenn er entdeckt wird, hat Eierstockkrebs eine ungünstige Prognose: Nach fünf Jahren leben nach Angabe des Robert Koch-Instituts (RKI) nur noch etwa 41 Prozent der Patientinnen.

„Wichtig für das Überleben der Betroffenen ist eine möglichst frühe Diagnose. Eine gute Möglichkeit hierzu bietet das Ultraschallverfahren, denn bestimmte Muster im Ultraschallbild lassen eine Krebsgeschwulst ziemlich eindeutig erkennen. So wird eine deutliche Unterscheidung von harmloseren Erkrankungen wie Eierstockzysten möglich“, erklärt Merz.

Entscheidend für eine sichere Diagnose seien die Qualifikation des behandelnden Arztes und erstklassige Ultraschallgeräte. Die DEGUM sorge mit ihren Zertifizierungen für entsprechende Standards undgewährleiste sowohl auf personeller als auch auf gerätetechnischer Ebene ein hohes Qualitätsniveau. „Patientinnen sollten darauf achten, die Ultraschalluntersuchung möglichst bei einem von uns zertifizierten Arzt durchführen zu lassen“, rät Merz. (maw)

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