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Pharmagroßhandel

Phoenix schrumpft

Krank werden die Leute immer. Aber die Frage ist, wer für die Medikamente wie viel bezahlt. Auch der Pharmagroßhändler Phoenix spürt, dass im Gesundheitswesen gespart werden soll.

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MANNHEIM. Deutschlands größter Pharmagroßhändler Phoenix bekommt schrumpfende europäische Märkte und ein hart umkämpftes Geschäft in der Heimat zu spüren.

Der Umsatz des Mannheimer Unternehmens schrumpfte in den Monaten Februar bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf knapp 15,8 Milliarden Euro.

Das geht aus dem Zwischenbericht hervor, den das Unternehmen am Donnerstag veröffentlichte. Als Gründe für den Rückgang nannte Phoenix unter anderem das Schrumpfen der europäischen Pharmamärkte.

Hier erwartet der Pharmahändler in nächster Zeit auch keine Besserung.

"Einsparmaßnahmen seitens der Gesundheitspolitik und Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise werden sich voraussichtlich auch dämpfend auf die Pharmamärkte auswirken", hieß es im Bericht.

Zu dem Umsatzrückgang habe auch eine auf stabilere Margen ausgerichtete Vertriebspolitik auf dem deutschen Markt, dem größten für das Unternehmen, beigetragen.

Das Unternehmen hatte außerdem Ende des vergangenen Geschäftsjahres seinen Großhandel in Polen geschlossen, auch das macht sich den Angaben zufolge in den Zahlen bemerkbar.

Das Ergebnis sank unter dem Strich von 167 auf 162 Millionen Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 (zum 31. Januar) rechnet Phoenix weiterhin mit einem leichten Umsatzminus und einem bereinigten operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Phoenix beliefert nach eigenen Angaben europaweit rund 69.000 Apotheken und medizinische Einrichtungen, in einem Dutzend europäischer Staaten unterhält das Unternehmen außerdem eigene Apothekenketten.

Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres im Januar beschäftigte die Unternehmensgruppe gut 28.000 Menschen. Aktuellere Angaben machte Phoenix nicht.

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