Förderung durch Innovationsfonds

Physician Assistants im Praxis-Test

Ein aktuelles Forschungsprojekt unter Leitung des Instituts für Allgemeinmedizin der Unimedizin Essen untersucht, wie der Assistenzberuf „Physician Assistant“ in Hausarztpraxen integriert werden kann.

Veröffentlicht:
Wo und wie können Physician Assistants Hausärzte in der Praxis unterstützen? Dazu ist ein großes Forschungsprojekt gestartet.

Wo und wie können Physician Assistants Hausärzte in der Praxis unterstützen? Dazu ist ein großes Forschungsprojekt gestartet.

© Minerva Studio/stock.adobe.com

Essen. Eine bessere Integration des bislang noch wenig bekannten Assistenzberufs „Physician Assistant“ in Hausarztpraxen – das ist das Ziel eines neuen, großangelegten Forschungsprojektes. „Physician Assistants in der Allgemeinmedizin“ (PAAM) ist im Januar dieses Jahres gestartet und wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses mit rund 6,75 Millionen Euro gefördert.

Die Leitung des auf 45 Monate angelegten Projekts hat das Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Essen und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Eine vollständige Übersicht über alle Projektbeteiligten stellt das Institut auf seiner Internetseite bereit.

Potenziale in der hausärztlichen Versorgung

Kern ist eine sogenannte cluster-randomisierte Studie in insgesamt 24 Interventions- und 28 Kontrollpraxen in Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein. Sie soll untersuchen, welchen Beitrag Physician Assistants, die einen sechs- bis achtsemestrigen medizinnahen Bachelorstudiengang absolvieren und delegierbare ärztliche Aufgaben übernehmen sollen, in der hausärztlichen Versorgung leisten können. Außerdem geht es darum, herauszufinden, wie sich Kooperationen zwischen ihnen und Hausärzten bestmöglich unterstützen lassen.

Die Wissenschaftler wollen herausfinden, wo die Potenziale von Physician Assistants in der hausärztlichen Versorgung liegen und wie ihre Rolle in Zukunft weiter ausgestaltet werden kann. Die Studie soll dabei auch die Aspekte Patientensicherheit, Versorgungsqualität, Auswirkungen auf Versorgungskapazitäten, Zufriedenheit von Ärzten und Patienten sowie Effizienz evaluieren. (bel)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende

Studie aus Schweden

Dermatozoenwahn – frühes Anzeichen von Demenz?

Lesetipps