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Künftige Trägerschaft ist unklar

Schließung zu teuer: Krankenhaus in Schweinfurt macht weiter

Ein Krankenhaus in Schweinfurt sollte aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Doch nun bleibt es bestehen, denn die Schließung wäre zu teuer. Ein Streitpunkt sind auch Schwangerschaftsabbrüche.

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Schweinfurt/Würzburg. Entgegen der ursprünglich zum Jahresende geplanten Schließung wird das Schweinfurter Krankenhaus St. Josef weiterbetrieben. Das gab die Trägerin, die katholische Ordensgemeinschaft der Schwestern des Erlösers in Würzburg, bekannt. Grund sei, dass sie die Schließungskosten nicht aufbringen könne.

Unter anderem wären sehr hohe Fördermittelrückzahlungen nötig gewesen, heißt es. „Damit haben nun auch die verschiedenen politischen Gremien die Möglichkeit, langfristige Lösungen für die Gesundheitsversorgung auf den Weg zu bringen“, sagte die Generaloberin Monika Edinger laut Mitteilung.

Die Nicht-Schließung ist nicht die erste Kehrtwende: Eigentlich wollte die bisherige Trägerin das Haus an die Stadt übergeben. Im Frühjahr erteilte die Stadt laut den Erlöserschwestern aber eine Absage, da sie sich nicht imstande sähe, das finanzielle Risiko zu tragen. Aus dem gleichen Grund habe der Bezirk Unterfranken entschieden, keine weiteren Übernahmegespräche zu führen. Daraufhin gab die Trägerin im August die Schließung bekannt.

Keine gemeinsame Trägerschaft von Stadt und Kirche

Unter dem Titel „Schweinfurter Modell“ war zuvor eine Kooperation von Stadt und Kirche diskutiert worden. Eine gemeinsame Trägerschaft von Kommune und Ordensgemeinschaft hatten die Kirchenfrauen ausgeschlossen, da sie keine Schwangerschaftsabbrüche ermöglichen wollen. Die Möglichkeit, das Krankenhaus in einer anderen Form der Kooperation weiterzuführen, war laut den Erlöserschwestern an den finanziellen Rahmenbedingungen von Land und Bund gescheitert.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) begrüßte die Entscheidung, das Krankenhaus nicht zu schließen. Wie die Patientenversorgung langfristig gesichert wird, bleibt aber unklar. „Dass die bestehenden Strukturen angepasst werden müssen, haben die intensiven Verhandlungen zum sogenannten ‚Schweinfurter Modell‘ unmissverständlich gezeigt“, so Gerlach. (dpa)

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