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Kommentar – Medizintechnik

Sensibilität gefragt

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Die Patientensicherheit ist einer der sensibelsten Bereiche im Praxis- und Klinikbetrieb. Daher bemühen sich zum Beispiel die Medizinproduktehersteller kontinuierlich, falschen Verabreichungsmethoden – und damit fatalen Behandlungsfehlern – im Versorgungsalltag vorzubeugen.

Derzeit findet von Herstellerseite gerade die Umstellung von Luer-Konnektoren auf international standardisierte kleinlumige Lösungen statt. Hintergrund ist, dass die Luer-Konnektoren zwar einfach in der Handhabung sind, sie aber dadurch Fehlanschlüsse an falsche Überleitgeräte ermöglichen. So kann ein enterales System an ein vaskuläres, respiratorisches, epidurales oder intrathekales Gegenstück angedockt werden. Hier lauert Lebensgefahr.

Die neuen, der Normenreihe DIN EN ISO 80369 konformen Konnektoren sollen Fehlanschlüsse durch ihre Inkompatibilität unmöglich machen und damit zu einer höheren Patientensicherheit beitragen.

Die Umstellung auf die neue Konnektorengeneration stellt hohe Anforderungen an das anwendende Personal in Praxen und Kliniken. Hier sind die Einrichtungen gut beraten, sich im Schulterschluss mit den Herstellern um die qualifizierte Schulung ihrer Mitarbeiter zu kümmern. Denn eine hohe Patientensicherheit ist auch ein Imagegewinn.

Lesen Sie dazu auch: Medizintechnik: Höhere Patientensicherheit mit neuem Konnektorenstandard

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