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Kommentar

Spannendes Geschäftsmodell

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Die privaten Krankenhausanbieter haben es derzeit nicht leicht. Die Wahrnehmung möglicher Klinikübernahmen in der Öffentlichkeit ist negativ, das zeigt nicht zuletzt das Bürgerbegehren in Wiesbaden angesichts der angestrebten Teilübernahme der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken durch Rhön.

Dahinter steckt teilweise eine diffuse Angst vor privaten Investoren und vor einer möglichen Einflussnahme von Kapitalinteressen auf ärztliche Entscheidungen.

Während dies eher eine ideologische Frage ist, die am besten die Ärzte beantworten können, die bei den Privaten arbeiten, bleibt das Geschäftsmodell der Klinikketten doch hoch spannend und über den Kliniksektor hinaus beachtenswert.

Wer weiß, wie komplex das Gefüge eines Krankenhauses ist, wird den Unternehmen den Respekt nicht versagen, wenn sie es immer wieder schaffen, die Produktivität übernommener Häuser zu steigern und dabei sogar bei der Qualität zuzulegen.

Das mag teilweise auf dem Rücken der Beschäftigten geschehen, doch auch das ist ein Balanceakt. Wer es übertreibt mit den Anforderungen, wird das Qualitätsniveau nicht halten, weil Mitarbeiter sonst innerlich kündigen.

Entscheidend für den Erfolg sind die Organisation der Abläufe, ein offener Umgang mit Fehlern und das Lernen von den Stärken des anderen. Niedergelassene Ärzte in funktionierenden Kooperationen wissen, wie befriedigend es sein kann, auf diese Weise gemeinsam besser zu werden.

Lesen Sie dazu auch: Mammutaufgabe für Helios

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