Kommentar

Sparen beim Arzt und Apotheker

Ruth NeyVon Ruth Ney Veröffentlicht:

Sparen Sie beim Arzt und Apotheker - so könnte der Slogan heißen, wenn man Diskussionen über finanzielle Defizite im Gesundheitswesen verfolgt. Denn dann sind Gesundheitsexperten mit Sparvorschlägen meist schnell bei der Hand. Einfach weniger Arzneimittel aufschreiben oder den Apothekern das Honorar für rezeptierte Arzneimittel kürzen und so Millionen sparen, so lauten Beispiele aktueller Ideen.

Nur selten findet man hinter diesen publikumswirksamen Forderungen jedoch konkrete Zahlen zur betriebswirtschaftlichen Situation von Apothekern oder auch Ärzten. Wird das tatsächlich gemacht, wie jetzt bei einem Betriebsvergleich von 400 Apotheken durch das Institut für Handelsforschung, dann ist von rosigen Gewinnen wenig zu merken: Jede dritte Apotheke ist nach der IfH-Analyse eigentlich unrentabel, da sie bei korrekter Rechnung Verluste machen würde.

Eine Kürzung des Honorars würde die Situation verschärfen. Sicher, es gibt auch Apotheken mit starkem Umsatz und hohen Gewinnen, doch die reichen zahlenmäßig nicht aus für eine flächendeckende Versorgung. Es wird Zeit, bei Sparvorschlägen nicht nur Zahlenspielerei zu betreiben, sondern belastbares Datenmaterial zu präsentieren.

Lesen Sie dazu auch: Viele Apotheken in wirtschaftlicher Schieflage

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Wie Benchmarks Erfolg messen

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Welche Anlageklassen sich 2026 lohnen

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gehäufte Infektionen in Südengland

Meningitis B: Das sind Warnzeichen – das ist zu tun

Lesetipps
Eine Ärztin zieht eine Impfung auf, eine ältere Frau sieht sich die Spritze an.

© Angelov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Vergleich der Kreise

Wo sich besonders wenige Senioren gegen Pneumokokken impfen lassen