Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Sparen beim Arzt und Apotheker

Ruth NeyVon Ruth Ney Veröffentlicht:

Sparen Sie beim Arzt und Apotheker - so könnte der Slogan heißen, wenn man Diskussionen über finanzielle Defizite im Gesundheitswesen verfolgt. Denn dann sind Gesundheitsexperten mit Sparvorschlägen meist schnell bei der Hand. Einfach weniger Arzneimittel aufschreiben oder den Apothekern das Honorar für rezeptierte Arzneimittel kürzen und so Millionen sparen, so lauten Beispiele aktueller Ideen.

Nur selten findet man hinter diesen publikumswirksamen Forderungen jedoch konkrete Zahlen zur betriebswirtschaftlichen Situation von Apothekern oder auch Ärzten. Wird das tatsächlich gemacht, wie jetzt bei einem Betriebsvergleich von 400 Apotheken durch das Institut für Handelsforschung, dann ist von rosigen Gewinnen wenig zu merken: Jede dritte Apotheke ist nach der IfH-Analyse eigentlich unrentabel, da sie bei korrekter Rechnung Verluste machen würde.

Eine Kürzung des Honorars würde die Situation verschärfen. Sicher, es gibt auch Apotheken mit starkem Umsatz und hohen Gewinnen, doch die reichen zahlenmäßig nicht aus für eine flächendeckende Versorgung. Es wird Zeit, bei Sparvorschlägen nicht nur Zahlenspielerei zu betreiben, sondern belastbares Datenmaterial zu präsentieren.

Lesen Sie dazu auch: Viele Apotheken in wirtschaftlicher Schieflage

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Wie sich nachhaltige Geldanlage verändert hat

Praxiswissen Geldanlage

Anpassung des Portfolios: Warum weniger oft mehr ist

Disposition Effect und Co

Börse: Das sind typische Anleger-Fehler

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hepatologie im Wandel

Patienten mit Leberfibrose und -zirrhose bald heilbar?

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

Lesetipps
Ärztin untersucht einen Mann an der Schulter

© New Africa / stock.adobe.com

Betäubungsmittel richtig verordnen

Opioide in der Urlaubsvertretung: Wie sich Missbrauch vorbeugen lässt

Tablets to maintain the correct functioning of the human cardiovascular system on a blue background close-up

© bisonov / stock.adobe.com

Kombi schlägt Monotherapie

Diese Blutdrucksenker werden am besten vertragen