Direkt zum Inhaltsbereich

Medizinprodukte

Spectaris hadert mit Zentralisierung

Veröffentlicht:

BERLIN. Nachdem das Bundesministerium für Gesundheit kürzlich den Entwurf für ein Medizinprodukte-Anpassungsgesetz-EU (MPAnpG-EU) vorgelegt hat, wonach die Risikobewertung und Kontrolle von Medizinprodukten bei den zuständigen Bundesbehörden gebündelt werden soll, hat nun der Branchenverband Spectaris darauf reagiert.

Er befürchtet, durch die Verlagerung von Zuständigkeiten könnte es zu weiteren Engpässen kommen. Bislang waren Länderbehörden für Risikobewertung und Kontrolle von Medizinprodukten verantwortlich. Zukünftig sollen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul Ehrlich Institut (PEI) diese Aufgaben übernehmen.

Der Gesetzesentwurf sieht eine Zentralisierung auf diese beiden Bundesbehörden vor. „Von neun Abteilungen ist gerade mal eine Abteilung im BfArM für den Bereich der Medizinprodukte zuständig. Es drängt sich die Frage auf, wie eine Abteilung allein die bisherige Arbeit zahlreicher Landesbehörden nahtlos bewerkstelligen soll“, kritisiert Spectaris-Geschäftsführer Jörg Mayer.

Laut Entwurf des Gesundheitsministers soll das BfArM zudem ermächtigt werden, unter bestimmten Voraussetzungen Inverkehrbringen und Inbetriebnahme von Medizinprodukten in Deutschland gesondert zu genehmigen. Die nationalen Sonderregelungen lösten jedoch nicht die Probleme im Zuge der novellierten EU-Medizinprodukteverordnung, so Mayer.

Die sieht ab 26. Mai 2020 neue Zulassungsregeln vor. EU-weit gibt es jedoch erst vier Benannte Stellen, die entsprechend dem neuen EU-Recht zertifiziert sind. Spectaris plädiert daher dafür, „Übergangsfristen praktikabler zu gestalten und die Engpässe rund um die Benannten Stellen mit aller Kraft zu beseitigen“. (mu)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Unterdiagnostik begegnen

Welches Screening-Potenzial Smartwatches bei Hypertonie bieten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter